+
Auf Vordermann gebracht: Das Restaurant am Golfclub Valley bietet insgesamt rund 200 Plätze. Am 1. April soll Eröffnung sein. 

Restaurant Golf Valley

Abschlag mit Sternekoch Otto Koch

Der Golfclub Valley hat sich einen Spitzenkoch geangelt: Sternekoch Otto Koch (68) steht künftig im Restaurant am Herd. 

Neues Team: Otto Koch (l.) bringt seinen Geschäftspartner Markus Kemeter nach Valley mit. foto: kn

Valley – Während die ersten Golfer nach der Winterpause wieder ihre Runden drehen, startet die Geschäftsführung von Golf Valley mit einem echten Paukenschlag: Sternekoch Otto Koch schnürt sich ab 1. April im Clubrestaurant die Schürze um, um Mitglieder, Gäste und hungrige Besucher aus der ganzen Gegend zu versorgen. Der 68-jährige gebürtige Gröbenzeller, bekannt als Fernsehkoch beim ARD-Buffet, war schon in vielen Spitzenhäusern tätig, sein eigenes Restaurant „Le Gourmet“ wurde 1976 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, von 2009 bis 2014 war er Patron im Restaurant 181 im Münchner Olympiaturm. Seitdem leitete er Kochprojekte sowie Events und beriet Unternehmen wie den Robinson Club.

Und jetzt Valley. Koch kommt nicht alleine: Er bringt seinen Geschäftspartner Markus Kemeter mit. Der 51-Jährige hat seine Spuren im Landkreis Miesbach schon hinterlassen, war neun Monate Geschäftsführer auf Gut Kaltenbrunn bei Michael Käfer. Koch und Kemeter waren zuvor schon im Olympiaturm ein Team – Kemeter war damals in der Geschäftsführung tätig, ehe er ins Käfer-Imperium wechselte.

Beide haben gleiche Vorlieben: gutes Essen und den Golfsport. Da kam es gerade recht, dass Golf Valley einen Nachfolger für den bisherigen Wirt Siegmund Mair suchte. Der hatte bereits 2015, zusätzlich zum Restaurantbetrieb in Valley, den Gasthof Grafenherberg am Sudelfeld übernommen. Dorthin hat er sich nun zurückgezogen.

„Wir waren schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer praktikablen Homebase für unsere Caterings“, sagt Otto Koch, „wir sind sehr glücklich, ein maßgeschneidertes Objekt gefunden zu haben.“ Der Fokus liege natürlich auf den Golfern, betont Kemeter zur Ausrichtung der Gastronomie. Ziel soll aber sein, dass künftig hier jeder einkehrt, der Lust auf deftige Kleinigkeiten, internationale Spezialitäten oder „Fine Dining“ habe. Auch wenn am Konzept noch gefeilt und die komplette Mannschaft noch geformt wird: Fest steht, dass Gäste auf jedem Niveau bedient werden sollen. „Wir spielen das Piano von unten bis oben“, betonen Koch und Kemeter.

Alexandra Weichselgartner, zusammen mit Evelyn Weichselgartner Geschäftsführerin der Golf Valley GmbH, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir erwarten uns ganz viel Professionalität und Qualität“, sagt Alexandra Weichselgartner. Für Turniere und Veranstaltungen seien Otto Koch und sein Team ein Riesen-Gewinn. Obendrein hat der Club bei seinen Heimspielen zehn Liga-Mannschaften zu verköstigen, zwei davon in der 2. Bundesliga.

Nicht nur am Herd, sondern auch baulich weht ein frischer Wind: Das Restaurant mit rund 200 Plätzen wurde optisch auf Vordermann gebracht, die bisherigen Plastikplanen als Windschutz auf der Terrasse werden durch einen verglasten Wintergarten ersetzt. Was den Golfplatz selbst betrifft, so beginnt noch im März der Bau einer Halle für das Greenkeeping, das der Club heuer wieder unter eigener Regie hat.

Am 1. April soll Eröffnung sein. Wie oft Otto Koch dann tatsächlich in Valley am Herd steht, wird sich zeigen. Denn seinen Job als Fernsehkoch, so lässt Geschäftspartner Markus Kemeter wissen, wird er behalten.

Von Gerti Reichl 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

B 318: Tieferlegung dauert länger als geplant
Weil das Entwässerungssystem der tiefer gelegten B 318 nachgebessert werden muss, verzögert sich die Baustelle um einige Monate. Sieht so aus, als wäre die Trasse erst …
B 318: Tieferlegung dauert länger als geplant
Kinderstube hat sich verdoppelt
Statt einer nunmehr zwei Gruppen, statt 15 jetzt 30 Kinder: Die Valleyer Kinderstube freut sich über das Ende der gut einjährigen Erweiterungsarbeiten. 
Kinderstube hat sich verdoppelt
Verrückt: Warngauer baut diese illegale Kapelle mitten in den Wald
Für den Bauherren ist es eine Waldkapelle – für die Behörden ein Schwarzbau, der weg soll: Was hinter der absurden Geschichte steckt, die bald Gerichte beschäftigen wird:
Verrückt: Warngauer baut diese illegale Kapelle mitten in den Wald
Landratsamt nicht mehr per Telefon erreichbar
Wer aktuell beim Landratsamt anrufen will, wundert sich über ein andauerndes Belegtzeichen. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Behörde dauertelefoniert. 
Landratsamt nicht mehr per Telefon erreichbar

Kommentare