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Verwunschen liegt das denkmalgeschützte Aquädukt im Wald bei Grub. Folien schützen undichte Bereiche des Bauwerks vor eindringender Feuchtigkeit.

Sanierung des Baudenkmals am Teufelsgraben bei Valley lässt seit Jahren auf sich warten

Aquädukt: Wann rührt sich was?

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Das Aquädukt der Stadtwerke München über den Teufelsgraben bei Valley ist ein einzigartiges Baudenkmal. Nur: Seit Jahren muss der Wanderweg darunter hindurch mit einem Schutzgerüst vor herabstürzenden Brocken geschützt werden. Und eine Sanierung lässt weiter auf sich warten. 

Grub – Einst brachte das Aquädukt im Teufelsgraben bei Grub Trinkwasser nach München. Doch vor 20 Jahren legten die Stadtwerke München (SWM) die Fernleitung still – und planten ihren Abriss. Allerdings hatten sie ihre Rechnung ohne den Denkmalschutz gemacht. Der untersagte 2010 den Abriss und verpflichtete die SWM zum Erhalt des 1890 errichteten Bauwerks.

Was seither passiert ist? Noch immer untersuchen das Münchner Ingenieurbüro Barthel und Maus sowie die ProDenkmal GmbH in Bamberg, wie die klaffenden Risse im Bauwerk ohne Beeinträchtigung der vorhandenen Oberflächenstruktur geschlossen werden können. Der Baukonzern Dyckerhoff und Widmann hatte das Aquädukt in Stampfbetonbauweise ohne stützendes Metallskelett errichtet. Die Risse gefährden die Standfestigkeit des Bauwerks nach Ansicht von Fachleuten nicht. Allerdings stürzten in der Vergangenheit immer wieder Betonstücke herunter, weshalb die SWM das Bauwerk sichern mussten.

Die Untersuchungen zur Sanierung laufen bereits seit 2014. Warum mit der Sanierung selbst noch immer nicht begonnen wurde, erklärt SWM-Pressesprecher Michael Solic folgendermaßen: „Es gibt derzeit kein gängiges Sanierungsverfahren für das vorhandene Schadensbild. Die Fachbüros erstellen derzeit Konzepte, die in einem nächsten Schritt mit dem Denkmalamt abgestimmt werden müssen.“

Immerhin liegt den SWM ein Zwischenergebnis der langwierigen Untersuchungen vor. Ein detailliertes Rechenmodell diene dazu, die Ursache der vorhandenen Schäden zu verstehen. „Nur mit diesem Wissen können die Schäden dauerhaft saniert werden“, sagt Solic.

Um das Aquädukt vor dem Verfall zu schützen, haben die SWM undichte Bereiche der Überdachung mit Folien abgedeckt, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Diese Sicherung überprüfen Fachleute regelmäßig. 

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