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Die Geschichte einer Protestbewegung: Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Schutzgemeinschaft Hofoldinger Forst hat das Ayinger Gemeindearchiv die Ausstellung zusammengestellt. Noch bis 8. Dezember können Besucher die Exponate im Rathaus Valley begutachten.

Noch bis Anfang Dezember

Schlagkräftiger Flughafen-Widerstand - Ausstellung läuft noch

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Eine Ausstellung im Rathaus von Valley erinnert an die Protestbewegung, die sich gegen den Flughafen im Hofoldinger Forst stemmte. Eine weitere Gemeinde hat bereits Interesse bekundet.

Valley – Man stelle sich das nur einmal vor: Jedes Jahr starten und landen knapp 400 000 Flugzeuge im Hofoldinger Forst. An zwei Terminals werden jährlich 42 Millionen Passagiere abgefertigt. Und die umliegenden Gemeinden rebellieren gegen eine dritte Startbahn.

Ein Szenario, das aus heutiger Sicht freilich unrealistisch erscheint, Mitte der 60er-Jahre zwischenzeitlich aber durchaus realistisch war – und letztlich verhindert wurde. Die Abertausenden Flugzeuge mit ihren Abermillionen Passagieren an Bord nehmen heute Kurs aufs Erdinger Moos. Auch dank des Widerstands der Schutzgemeinschaft Hofoldinger Forst, die damals gegen den geplanten Flughafen im Forst mobil machte.

Zusammengefasst wurde die Arbeit der Schutzgemeinschaft in einer Ausstellung, die noch bis 8. Dezember im Valleyer Rathaus gastiert. Zahlreiche Tafeln erinnern an die Protestbewegung, die den Bau des Flughafens verhindert und dadurch 2300 Hektar Wald vor der Rodung bewahrt hat. Nachdem der Flughafen in Riem zu klein geworden war für die angehende Weltstadt, nahm die Staatsregierung drei Standorte für den neuen „Großflughafen München“ ins Visier. Viel sprach für den Forst. Denn 70 Prozent der Flächen des geplanten Flughafens gehörten dem Freistaat.

Doch die Politik machte die Rechnung ohne die Anwohner. Die waren stinksauer und formten einen schlagkräftigen Widerstand. Die Aktivisten kamen nicht nur aus den unmittelbar betroffenen Gemeinden. Auch Bürger aus dem Tegernseer Tal und aus Miesbach sträubten sich angesichts des drohenden Fluglärms gegen das Vorhaben. Mit großem Erfolg.

Die Wanderausstellung gastierte bereits vielerorts in der Region. Auch Otterfing will sie kommendes Jahr in Form einer Sonderausstellung in die Gemeinde holen. „Wir würden sie um einige Aspekte mit Otterfinger Bezug ergänzen, weil sie doch sehr auf Aying und Brunnthal bezogen ist“, bestätigte Bürgermeister Jakob Eglseder auf Nachfrage.

fp

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