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Die neuen Pächter im Bartewirt: Erika Titsch (47) mit ihren beiden Kindern Denis (29), Darline (23) und ihrer Enkelin Ella. Denis kocht mit seiner Mutter in der Küche, Darline wird nach der Elternpause im Service tätig sein. Geschäftspartner Peter Gillich kommt meist nur zum Liefern der Fleisch- und Wurstwaren aus seiner eigenen Metzgerei.

Bartewirt in Kreuzstraße

Neue Pächter haben ein Ziel:  Biergarten soll endlich wieder brummen

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Der große Biergarten ist der stärkste Trumpf des Bartewirts in Kreuzstraße – und seine schwierigste Klippe. Jetzt versucht ein neues Pächterteam, an die goldenen Zeiten des Gasthofs anzuknüpfen. Und dazu gehört: ein Biergarten, der endlich wieder brummt. 

Valley – 600 Sitzplätze unter schattigen Bäumen: Der Biergarten ist das Alleinstellungsmerkmal des Bartewirts in der Region. Eine Chance, aber auch eine Herausforderung. In den vergangenen fünf Jahren bissen sich zwei Pächter daran die Zähne aus.

Zuletzt warf die Familie Kremer das Handtuch, die den Bartewirt vor drei Jahren übernommen hatte. „Als Wirte waren sie wirklich gut“, resümiert Thomas Furtner, Betriebsleiter der Gräflichen Brauerei Arco-Valley. Doch es sei nicht gelungen, den Biergarten ins Laufen zu bringen. „Es ist nicht leicht, dafür Personal zu bekommen“, weiß Furtner. Die Kremers baten um Auflösung des Vertrags. „Das ging in beiderseitigem Einvernehmen.“

Die neuen Pächter, Erika Titsch (47) und ihr Geschäftspartner Peter Gillich, wissen, worauf sie sich einlassen. Die Restaurantfachfrau aus München und der Metzgermeister aus Trudering bringen viel Gastronomieerfahrung mit. „Und sie haben Leute an der Hand, um den Biergarten gut zu bespielen“, sagt Furtner. Denn das Geschäftsmodell im Bartewirt könne nur lauten, im Sommer so viel Geschäft zu machen, damit man gut über den Winter kommt. 

Dem Team Titsch-Gillich traut Furtner die Aufgabe zu: „Wir sind uns absolut sicher, dass wir mit den beiden die richtige Wahl getroffen haben.“ Der Pachtvertrag läuft fünf Jahre. „Wir hoffen auf eine langfristige Zusammenarbeit“, sagt Furtner.

Die Speisekarte im Bartewirt soll bayrisch-österreichisch und bodenständig bleiben. Erika Titsch steht mit Sohn Denis (29) in der Küche. Die Lebensmittel bezieht man aus der Region. Fleisch und Wurst stammen aus eigener Herstellung. Montag bis Freitag ist ein preiswertes Mittagsmenü geplant.

Eingespannt wird die ganze Familie: Der Sohn kocht, Tochter und Nichte bedienen, und die Oma erledigt die Wäsche. Erika Titsch hat lange in der Forschungsbrauerei in Perlach gearbeitet und fünf Jahre den Köglwirt in Taufkirchen betrieben. Zuletzt führte sie das „Riemers“ an der Galopprennbahn. „Wegen Umbaumaßnahmen mussten wir aber raus“, sagt Titsch.

Im Bartewirt sieht die Familie ihre Zukunft. Die Traditionsgaststätte soll als Ausflugslokal zu dem Hotspot werden, der es einst war. Im Sommer wird der Selbstbedienungsbereich im Biergarten wieder öffnen. Steckerlfisch soll’s geben, eine Grillstation und Livemusik. Erste Veranstaltungen stehen: Am 3. März ist Fasching angesagt. Ab 14. März soll es regelmäßig Ü 40-Partys geben.

Die große Party steht im Sommer an: Der Bartewirt blickt auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. „Das feiern wir gebührend“, verspricht Furtner. Anno 1969 hatte der legendäre Wirt Max Aichler den Gasthof Kreuzstraße in Bartewirt umbenannt, inspiriert von seinem mächtigen Rauschebart, der zu seinem Markenzeichen wurde.

Einen Gasthof dürfte es an dieser Stelle schon seit vielen hundert Jahren gegeben haben, laufen hier doch Römer- und Salzstraße zusammen. Der Ortsteil hat daher auch seinen Namen. Anno 1889 wurde die Gaststätte von Graf Carl von Arco übernommen. Seitdem ist das Haus eine Brauerei-Gaststätte, die an Wirte verpachtet wird.

Zur Eröffnung am 23. Februar wird ab 18 Uhr Freibier ausgeschenkt, ab 19 Uhr wartet ein Grillbuffet. Dazu spielt die Unterdarchinger Blasmusi. Am Sonntag (24. Februar) gibt’s ab 10.30 Uhr Weißwürste und Kabarett mit dem „Vogelmayer“.

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