Bildhauer-Symposium Hohendilching
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Aus Australien: Die Skulptur von Luke Zwolsman.
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In der Mangfall: Chris Petersons Arbeit wird vom Wasser u mspült.
Bildhauer-Symposium Hohendilching
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Der Gastgeber: Zum fünften Mal hatte Tobel zusammen mit seiner Frau Christiane Ahlhelm zum Bildhauer-Symposium eingeladen.
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Bildhauer-Symposium Hohendilching
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Die Installation: Das Werk des Künstler-Duos Mary Zischg und Ernst Kolt bleibt ein Jahr stehen. Jedermann ist eingeladen, es zu besuchen, den Wandel zu fotografieren und die Bilder ins Internet hochzuladen.

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Bausteine für einen magischen Ort im Mangfalltal

Dieser ganz besondere Ort im Mangfalltal ist ein weiteres Mal um einiges reicher geworden. Mit der Enthüllung der Kunstwerke endete das 5. Bildhauer-Symposium von Kunstdünger.

Hohendilching – Künstler aus aller Welt einmal zusammenzutrommeln, ist das Eine. Dies aber immer wieder zu schaffen, ist etwas viel Größeres. Darauf wies auch der Holländer Chris Peterson bei der Enthüllung seines Kunstwerks hin. Zum fünften Mal haben der Hohendilchinger Bildhauer Tobel und seine Frau Christiane Ahlhelm das Bildhauer-Symposium organisiert. Zwei Wochen arbeiteten die Künstler am Mangfallufer und bereicherten dieses besondere Fleckchen Erde, die Skulptur-Lichtung, um ihre Werke. „Es ist wichtig, Orte zu haben wie diese“, sagte Peterson. Orte, an denen Kunst frei zugänglich ist und nicht in Museen weggesperrt.

Seine eigene Skulptur stellte der Holländer gleich in die Mangfall, die die Landschaft an dieser Stelle geprägt hat. Den umgekehrten Weg wählte das Künstler-Duo, das heuer für die Installation zuständig war, die das Symposium, bei dem Steine für die Ewigkeit bearbeitet werden, um ein vergängliches Element ergänzt. Mary Zischg aus Südtirol und Ernst Kolt aus Hessen holten sich Steine aus dem Fluss und banden sie mit Stoff an einen Baum. Das Werk ist gut versteckt im Wäldchen neben dem Fluss und überwältigt den Betrachter beim ersten Anblick. Dieser Anblick verändert sich je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung. „Wir haben die Zeit im Blick. Alles hat einen Anfang und ein Ende. Das wollen wir nicht nur hinnehmen, sondern auch feiern.“ Die Installation wird deshalb in einem Jahr bei einer Abbaufeier entfernt, die Steine der Mangfall zurückgegeben. Bis es soweit ist, ist jedermann eingeladen, sich die Installation wiederholt anzuschauen, den Wandel, den sie durchläuft, fotografisch festzuhalten und die Bilder ins Internet hochzuladen (QR-Code und Internet-Adresse vor Ort).

Neben einem weiteren typischen Tobel-Werk, das Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker in Tracht gekleidet enthüllte, übergaben Ahlhelm & Co. auch eine Arbeit des Australiers Luke Zwolsman seiner Bestimmung. Enthüllen sollen hätte es eine Frau im Dirndl, allein es fand sich – trotz guten Besuchs – keine entsprechend gekleidete Dame bei der Finissage.

Zwolsman sprach bei der Vorstellung seiner Arbeit davon, wie dankbar er ist für die wunderbare Chance, an diesem magischen Ort zu arbeiten. Ahlhelm, die jedes Kunstwerk charmant mit einer kleinen Performance würdigte, zitierte den weit gereisten Gast, wonach es im Leben nicht nur Geraden und Kurven gebe, sondern auch Sackgassen, und schlupfte durch Zwolsmans Skulptur. „Manchmal muss man umdrehen oder sich klein machen.“

Für das Bildhauer-Symposium gilt das wohl nicht. In jedem Redebeitrag – etwa von Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Landrat Wolfgang Rzehak – war die Rede davon, wie wertvoll es ist. Das kann auch jeder sehen. Auf der Lichtung steht nach fünf Jahren eine stattliche Anzahl von Werken. Eine Freilichtausstellung der besonderen Art, deren Ausstattung übrigens nicht – na ja – in Stein gemeißelt ist. Denn die Kunstwerke können gekauft werden.

Mehr Infos zum Symposium gibt‘s hier.

dak

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