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Die A8 Höhe Holzkirchen musste ebenfalls kurzzeitig gesperrt werden. (Symbolbild)

Wie hat die Granaten im Wald versteckt?

Grusliger Fund und lauter Knall an der A8: Jetzt sucht das Landeskriminalamt Zeugen

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Der Knall war weit zu hören, als Experten an der A8 zufällig entdeckte Granaten kontrolliert sprengten. Wer hat die Munition wohl aus dem Balkankrieg im Wald versteckt?

Update, 18. Oktober: Wer hat die 27 Gewehrgranaten im Valleyer Wald unweit der A8 bei Holzkirchen versteckt? Ist es ein geheimes Munitionsdepot? Um die Sache zu klären, bittet das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) jetzt die Bevölkerung um Mithilfe:

Wer hat in den letzten Jahren im Bereich der Autobahnraststätte „Holzkirchen Nord“, verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die in Zusammenhang mit der Tat stehen können? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zur Tat geben? Hinweise nimmt das BLKA unter der Telefonnummer 089 / 12 12 - 0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

In einem Waldstück, östlich der Autobahnraststätte „Holzkirchen Nord“, war ein Sondengänger auf der Suche nach einem abgestürzten Flugzeug aus dem zweiten Weltkrieg und stieß hierbei auf ein im Boden vergrabendes Kunststofffass mit brisantem Inhalt. In dem Fass befanden sich 27 Gewehrgranaten, wie sie Anfang der 1990er-Jahre im sogenannten Jugoslawien-Krieg zum Einsatz kamen. Die Technische Sondergruppe (TSG) des BLKA musste aus Sicherheitsgründen die Granaten noch vor Ort sprengen und vernichten, weshalb auch die in unmittelbarer Nähe verlaufende A8 kurzzeitig gesperrt wurde. 

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Wer hat die Granaten im Wald an der A8 bei Holzkirchen versteckt?

„Es ist zu vermuten, dass das Kunststofffass bereits seit mehreren Jahren dort vergraben war. Nur dem umsichtigen Verhalten des Sondengängers ist es zu verdanken, dass mit diesem brisanten Fund kein Schaden angerichtet wurde, sondern die Gegenstände fachgerecht vernichtet werden konnten“, teilt das BLKA mit. „Wer die Granaten vergraben hat, ist derzeit noch unklar und Bestandteil der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München II und des BLKA.“

Polizei warnt eindringlich: Sprengstoffverdächtiges nicht anfassen

Die Polizei warnt: „Im Falle des Auffindens von gefährlichen oder sprengstoffverdächtigen Gegenständen rät das BLKA eindringlich, diese vor Ort zu belassen, nicht in die Hand zu nehmen oder anderweitig zu bewegen und umgehend die Polizei über die Notrufnummer 110 zu verständigen.“

Ursprünglicher Artikel vom 14. Oktober: 

Der Knall war im Umkreis von vielen Kilometern zu hören: Unweit der A8 bei Holzkirchen hatte er seinen Ursprung. Die Polizei verrät auf Nachfrage Details.

Ursache für den lauten Knall am Montagabend war eine Detonation. Wie die Holzkirchner Polizei auf Anfrage mitteilte, wurde die Salzburger Autobahn während einer Sprengung sicherheitshalber für einige Minuten komplett gesperrt.

Der Grund: Laut Polizei hatte ein privater Sondengänger am Montag (14. Oktober) das vergrabene Kriegsgerät am Nachmittag in einem Waldstück entdeckt, etwa 200 Meter von der Rastanlage entfernt. Gegen 17 Uhr schlug sein Metalldetektor 20 Meter neben einem Waldweg an.

Lauter Knall bei A8/Holzkirchen: Experten entschieden, Granaten zu sprengen

Unter anderem Mörsergranaten wurden gefunden und gesprengt (Symbolbild).

Als dem Sondengänger klar wurde, dass es sich um alte Munition handelt, informierte er die Holzkirchner Polizei, die ihrerseits das Landeskriminalamt zu Rate zog. Die Kampfmittel-Experten entschieden, die Munition nicht abzutransportieren, sondern vor Ort durch Sprengung unschädlich zu machen.

Lauter Knall bei A8 Höhe Holzkirchen: Autobahn und BOB-Strecke muss gesperrt werden

Während der kontrollierten Sprengung sperrten Einsatzkräfte der Polizei, der Autobahnmeisterei und der Holzkirchner Feuerwehr beide Spuren der Autobahn sowie die Abfahrt und Zufahrt zur Rastanlage. Als dann gegen 21.40 Uhr auch ein Zug der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) auf dem ebenfalls nicht weit entfernten Gleis durch war, zündeten die Sprengmeister. Eine Räumung der Raststätte war nicht notwendig.

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Lauter Knall bei A8/Holzkirchen: Die Munition ist vermutlich ein Relikt aus den Balkankriegen

Laut Polizei waren die 27 Granaten in einer schwarzen Tonne vergraben, unter einer zehn Zentimeter dicken Erdschicht. Bei der Munition handelte es sich nach ersten Erkenntnissen der Ermittler um Relikte der Balkankriege aus den 1990er Jahren. Die Munition war noch scharf, hätte also noch verwendet werden können.

Wer das explosive Depot unweit der Autobahn angelegt hat, ob es der Entsorgung oder der geheimen Lagerung diente, wird Gegenstand weiterer Ermittlungen des Landeskriminalamts sein.

Vorsorglich durchkämmten am Dienstag Sprengstoff-Spürhunde und Sondentrupps der Polizei das Umfeld der Fundstelle in dem Valleyer Wald, fanden aber kein weiteres Kriegsgerät mehr.

Archiv-Video: Spektakuläre Fliegerbomben-Sprengung in München

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