+
In der gräflichen Brauerei sollen vermehrt regionale Künstler eine Heimat finden.

Neues Konzept  

Bier und Kunst: Mehr regionale Kultur im Brauhaus

  • schließen

Der Valleyer Schloss Bräu will sich verstärkt für regionale Künstler öffnen.  Musiker, Maler oder Kabarettisten können den in die Brauerei integrierten Saal, teils kostenlos, nutzen.

Valley – Ein gutes Bier zu brauen, ist eine eigene Kunst. Nicht umsonst spricht der Volksmund von Braukunst. Das Valleyer Schloss Bräu will Bier und Kunst künftig noch enger zusammenbringen. Im in die Brauerei integrierten Saal soll regionalen Künstlern und Kulturschaffenden kostengünstig eine Bühne für Ausstellungen und Auftritte geboten werden.

Baulich ist bei der Renovierung der Brauerei, die 1994 das Brauen vorerst eingestellt hatte, die Grundlage gefasst worden. Knapp zwei Millionen Euro flossen in das Prestigobjekt. Darunter auch Fördermittel, etwa 200 000 Euro, aus dem europäischen Leader-Programm, die an eine kulturelle Tätigkeit geknüpft sind.

Im kleinen Rahmen ist die Brauerei dieser Verpflichtung nachgekommen. „Die Räumlichkeiten wurden schon für kulturelle Veranstaltungen genutzt“, erklärt Thomas Furtner, Betriebsleiter der Brauerei. Das betraf aber bisher vor allem Künstler aus der Gemeinde, etwa den Kunstdünger-Verein aus Valley. Das Konzept soll nun auf den Landkreis ausgeweitet werden. „Wir wollen, dass sich da drinnen was bewegt“, sagt Furtner, „und das wollen wir jetzt forcieren.“

Kulturschaffende, egal ob Musiker, Maler oder Kabarettisten, können das Sudhaus demnach „kostenfrei oder kostengünstig“ für ihre Veranstaltungen nutzen. Nichts zahlen sie unter einer Bedingung: Den Ausschank vor der Veranstaltung, in den Pausen und im Nachklang sowie das optionale Catering übernimmt die Brauerei. Für die Veranstalter fallen nur die Reinigungsgebühren sowie die Hausmeisterleistungen für Bestuhlung des Raumes an. Der Erlös durch Eintrittsgelder verbleibt in den Händen der Künstler. Werden Ausschank und Catering über einen anderen Anbieter organisiert, behält sich die Brauerei eine Erlösbeteiligung vor. Und auch Veranstaltungen, die „eindeutig überregional“ konzipiert sind (Gaufeste), sowie Privatfeiern fallen aus dem Förderprogramm.

Für Furtner hat die Kultur im Brauhaus einen weiteren Vorteil: Das Bier ist schon da. Und: „Veranstaltungen, die nicht so trocken sind, laufen lockerer ab“, scherzt er.

fp

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

News-Ticker: Alle Straßensperren und Baustellen im Landkreis Miesbach
Hier finden Sie immer aktuell alle Sperren und Baustellen auf den Straßen, Wegen und Schienen im Landkreis Miesbach im News-Ticker. 
News-Ticker: Alle Straßensperren und Baustellen im Landkreis Miesbach
Hofoldinger Forst bei Otterfing: 434 Hektar Wald werden Schutzgebiet
Der Kreistag hat einen 434 Hektar großen Bereich im Hofoldinger Forst bei Otterfing zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Nicht alle Privatwaldbesitzer sind darüber …
Hofoldinger Forst bei Otterfing: 434 Hektar Wald werden Schutzgebiet
Sabotage? Regelmäßig werden Werbebanner gestohlen
War es ein versuchter Sabotageakt oder die Tat eines besonderen Fans? Zum wiederholten Male sind Werbebanner des Kunsthandwerkermarktes in Weyarn gestohlen worden. Die …
Sabotage? Regelmäßig werden Werbebanner gestohlen
Evangelische Kirchengemeinden wählen neuen Vorstand: Pfarrer Martin Voß im Interview
Am Sonntag werden die Kirchenvorstände in den evangelischen Kirchengemeinden gewählt. Wiessees Pfarrer Martin Voß erklärt im Interview die Aufgaben. 
Evangelische Kirchengemeinden wählen neuen Vorstand: Pfarrer Martin Voß im Interview

Kommentare