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Über die Eröffnung der Biermanufaktur freuen sich (v.l.) Graf Max-Georg von Arco auf Valley mit seiner Frau Gräfin Julia Susann, Brauerei-Direktor Georg Reichert, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, die bayerische Bierkönigin Lena Hochstraßer und Reichsgräfin Monica von Arco auf Valley.

Biermanufaktur im Neuen Schloss Valley

Die Erlebnisbrauerei ist eröffnet

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Das Leuchtturm-Projekt in der Gemeinde Valley ist vollendet: Inhaber Max-Georg Graf von Arco auf Valley feierte jetzt mit etwa 100 Gästen die Eröffnung der Erlebnisbrauerei. Nach 34 Jahren Pause wird am Schlossberg wieder Bier gebraut.

Valley– Das Projekt wird zwischen 1,6 und zwei Millionen Euro kosten. Es hätte sich auch billiger realisieren lassen, doch Graf Max-Georg packte der Ehrgeiz. Sein Ziel war, etwas Außergewöhnliches aufzubauen, einen echten Besuchermagneten. Immer wieder kam er mit neuen Ideen auf die Handwerker zu, und jede neue Idee kostete Geld. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Entstanden ist eine komplette Brauerei mit Schroterei, Fassfüllerei sowie einer Gär- und Lagerhalle. Hinzu kommt ein Veranstaltungsraum, in dem bis zu 120 Gäste Platz finden und der jede Menge Technik enthält – wie Licht-, Akustik- und Farbsteuerung. Er kann für alle erdenklichen Veranstaltungen gemietet werden. Denkbar seien Konzerte, Theateraufführungen, Buch-Vorstellungen und Bankette, sagt Graf Max-Georg. Ebenso vorstellbar sei, dass sich Firmen einmieten, die ein paar Tage Ruhe für ein Seminar benötigen. „Es war ein mutiger Schritt, aber wir haben das Projekt Valley 2020 auf den Weg gebracht“, sagte Graf Max-Georg in seiner Eröffnungsrede. Nach Blockheizkraftwerk, Dorferneuerung und Fassadensanierung sei die Bier-Maufaktur das vierte Projekt, das gemeinsam mit der Gemeinde umgesetzt werde. „Die Erlebnisbrauerei ist ein Bekenntnis zum Standort Valley“, sagte der Graf.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zeigte sich beeindruckt, wie sich das Gebäude seit der letzten Besichtigung vor einem Jahr verändert hat. „Aus der damaligen Baustelle ist ein Juwel geworden“, lobte sie. Es sei eine „schöne Entwicklung“, dass die Braukultur eine Renaissance erlebt. Der Zehn-Prozent-Zuschuss aus dem Leader-Förderprogramm ist ihrer Ansicht nach gut investiertes Geld: „Orte brauchen Highlights, um Menschen touristisch anzulocken.“

Die Verantwortlichen hätten alle Register gezogen, die man bei einem Leader-Projekt ziehen kann, ergänzte Ministerialdirigent Maximilian Geierhos. Der Schlossherr habe mit der Brauerei sowie dem Kulturverein hervorragend zusammengearbeitet. Durch das Projekt werde die Wirtschaftskraft, die Lebensqualität und die regionale Identität gestärkt. Er urteilte: „Ein rundum gelungenes Paket.“

Komplimente gab es auch von Landrat Wolfgang Rzehak. Im Hinblick auf das Konzert des Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr am Dienstag, bei dem 500 Zuhörer erwartet werden, sagte der Landrat: „Hier trifft man die stellvertretende Ministerpräsidentin, Bundestags-Abgeordnete, den Bezirkstagspräsidenten und Hoheiten. Man kriegt den Eindruck, dass Valley das Veranstaltungszentrum im Landkreis ist.“ Rzehak ergänzte: „Ich glaube, sie haben viel richtig gemacht.“ Auch der Freistaat mache vieles richtig, indem er Leader-Projekte fördere: „Ich hoffe, dass das weitergeht – trotz aller Probleme mit den Regularien.“

Bürgermeister Andreas Hallmannsecker blickt der Zukunft der Schloss-Brauerei optimistisch entgegen. Er ist sich sicher: „Die Biermanufaktur wird sich zu einem Besuchermagneten entwickeln.“

Zwei Biersorten werden im Valleyer Schlossbräu gebraut: Zum einen ein klassisches Helles, zum anderen ein unfiltriertes Kellerbier. Gebraut wird es mit einem Zehn-Hektoliter-Sudwerk der Firma Caspary. Das bedeutet: Pro Sud können zehn Hektoliter Bier hergestellt werden. 

Das Bierbrauen ist nicht das einzige Thema, das Inhaber Graf Max-Georg von Arco auf Valley derzeit beschäftigt. Ebenso geht es auch um den Aufbau einer Homepage, die im August fertig werden soll. Im Herbst, „wenn der Betrieb sauber läuft“, werden laut von Arco die Bier-Seminare beginnen. Derzeit arbeitet er noch an der Konzeption. Nach seiner Vorstellung soll es eine klassische Führung geben, die ein bis eineinhalb Stunden dauert. Drei Stunden sollten Gäste einplanen, die an einer Führung mit Sensorik-Seminar teilnehmen wollen. Zudem soll es die Möglichkeit geben, dem Braumeister einen Tag lang bei dessen Arbeit über die Schulter zu schauen. Dauer: acht Stunden.

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