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Im Gemeindegebiet Valley, wie hier in Grub, hielten sich 2019 mehr Autofahrer an die Tempovorgaben als noch im Jahr zuvor.

Gemeinderat zieht Blitzer-Bilanz

Geschwindigkeitskontrollen in Valley: „Eine sehr positive Entwicklung“

  • Christine Merk
    vonChristine Merk
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Was bringen Geschwindigkeitskontrollen, mit denen die Gemeinde Valley das KDZ beauftragt? Das war einst umstritten. Jetzt zieht der Gemeinderat eine positive Blitzer-Bilanz.

Valley – Im Gemeindebereich Valley waren die Autofahrer im vergangenen Jahr weniger oft zu schnell als erlaubt unterwegs als im Jahr zuvor – zumindest an den Stellen, die der Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum (KDZ) Oberland im Auftrag der Gemeinde überwacht hat. „Eine sehr positive Entwicklung“, freute sich Bürgermeister Bernhard Schäfer (FWG), als er die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen aus dem Jahr 2019 nun im Gemeinderat vorstellte.

Im Vorfeld hatte es eine Besprechung im Rathaus gegeben, erklärte Schäfer, bei der außer ihm je ein Vertreter des KDZ Oberland und der Polizeiinspektion Holzkirchen, Gemeindegeschäftsführer Franz Huber und Rathausmitarbeiterin Manuela Pöll dabei waren.

44 Mal hatte das KDZ Oberland im Jahr 2019 seine Geräte in Valley und seinen Ortsteilen aufgestellt und dabei die Geschwindigkeit von knapp 22 500 Fahrzeugen gemessen. Dabei gab es 1000 Verstöße. Im Jahr zuvor waren weniger Fahrzeuge gemessen worden, nämlich 20 534, die Zahl der Verstöße lag aber mit 1416 deutlich höher. Schwerpunkte der Kontrollen waren 2019 die Ortsdurchfahrt Mühltal, die Miesbacher Straße in Oberlaindern sowie die Gruber Straße in Kreuzstraße. Dort wurde auch die höchste Geschwindigkeitsübertretung festgestellt – mindestens 41 km/h mehr als erlaubt.

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Sehr positiv bewertete Schäfer den Geschwindigkeitsmesser in Kreuzstraße: ein so genanntes Dialog-Display, wie es in der Sprache der Verkehrsexperten heißt. Er zeigt nicht nur die Stundenkilometer an, sondern auch ein lächelndes Gesicht oder eines mit den Mundwinkeln nach unten. Die psychologische Wirkung hatte Schäfer offensichtlich selbst erfahren. „Wenn man das sieht, fährt man automatisch langsamer“, sagte er mit einem Schmunzeln. Gewundert habe ihn, dass in der Bahnhofstraße in Mitterdarching kaum ein Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit festgestellt worden war. Das hätte er eigentlich erwartet.

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Wünsche bezüglich künftiger Messungen durch das KDZ Oberland hatten Barbara Walter (CSU) und Johannes Schneider (SPD). Walter regte eine Kontrolle in der Raiffeisenstraße an, die von Mitterdarching nach Oberdarching führt. Schneider hielt vor allem in den kommenden Sommerferien Messungen am Wochenende für sinnvoll. Josef Klaus (CSU) fragte nach einem mobilen Geschwindigkeitsanzeiger, den die Gemeinde selbst an Brennpunkten aufstellen kann. Bürgermeister Schäfer versprach, für ein solches Gerät ein Angebot einzuholen.

Wichtig war dem Rathauschef noch, abschließend zu betonen, dass die Gemeinde die Kontrollen nicht durchführe, „um Geld zu verdienen oder unsere Bürger zu ärgern“. Es gehe vielmehr um die Sicherheit – ganz besonders auch an Bushaltestellen und an Straßen, wo Schulkinder unterwegs seien.

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