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Freuen sich auf eine spannende Stichwahl: Anton Huber (CSU) und Bernhard Schäfer (FWG). Das gestrige Ergebnis lässt einen spannenden und knappen Ausgang vermuten. 

Zwei Prozentpunkte Unterschied

Stichwahl zwischen Huber und Schäfer

Die Bürgermeisterwahl in Valley wird in der Stichwahl entschieden: Anton Huber (CSU) und Bernhard Schäfer (FWG) streiten dann um die Nachfolge von Andreas Hallmannsecker (FWG).

Valley – Überrascht wirkte keiner der drei Kandidaten, als das Ergebnis im Valleyer Rathaus verkündet wurde. Im Rennen um das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Valley mussten sich Bernhard Schäfer (FWG) und Anton Huber (CSU) einer Stichwahl stellen. Lediglich Schäfers Tochter Helena schüttelte den Kopf. „Jetzt muss ich noch mal zwei Wochen warten“, sagte die Schülerin aufgeregt.

Immerhin entschieden sich die meisten Wähler für Schäfer: 44,92 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf den 55-Jährigen. Ob er auch in der Stichwahl die Oberhand behält, wird sich in zwei Wochen, am 29. März, zeigen. Lediglich knapp zwei Prozentpunkte hinter Schäfer liegt das Ergebnis von Anton Huber. 42,97 Prozent der Wähler wollten den 59-Jährigen im Amt des Bürgermeisters sehen. Auf dem dritten Platz steht Angela Falkenhahn (SPD). Die 55-Jährige vereinte 12,11 Prozent der Stimmen auf sich.

Wahlbeteiligung um über acht Prozent gestiegen

Dass die Wahlbeteiligung mit 73,13 Prozent deutlich über dem Wert bei den vergangenen Wahlen lag (knapp 65 Prozent), zeigte sich bereits im Laufe des Tages. Wahlleiterin Sabine Weber berichtete, dass rund die Hälfte der Wahlberechtigten die Briefwahl nutzen, um ihre Stimme abzugeben. Aber auch die Wahllokale seien fleißig besucht worden. In Valley waren rund 2600 Bürger zur Wahl aufgerufen, 1899 davon nahmen ihr Recht, über das künftige Gemeindeoberhaupt zu bestimmen, wahr. Weber führte die hohe Wahlbeteiligung nicht zuletzt darauf zurück, dass es in Valley auf jeden Fall einen neuen Bürgermeister geben wird. Der amtierende Rathauschef Andreas Hallmannecker (FWG) – 2014 noch alleiniger Kandidat – stellte bekanntlich seinen Posten zur Verfügung, er kandidierte bei der Wahl zum Landrat für den Landkreis Miesbach. Auch bei den Gemeindemitarbeitern machte Wahlleiterin Weber eine gewisse Spannung aus. „Der neue Bürgermeister wird ja unser Chef“, sagte sie lachend.

Kommunalwahl 2020 in Miesbach: Alle Ergebnisse aus dem Landkreis.

Das erwartete Ergebnis

Schäfer war am Sonntagabend als erster der Kandidaten ins Rathaus gekommen. Zusammen mit seiner Frau und Tochter Helena wartete er auf die Verkündung des Ergebnisses. Ob er aufgeregt ist? „Ach, hier in Valley kennt eh jeder jeden“, sagte er zunächst gelassen. Aber dann schob er nach: „Spannend ist es jetzt schon“. Wenig erstaunt über das Ergebnis zeigte sich Anton Huber. „Ich hab’ das schon erwartet“, kommentierte er den Wahlausgang. „Wichtig ist eh, dass wir hinterher im Gemeinderat gut zusammenarbeiten“, sagte Huber.

Auch Noch-Bürgermeister Andreas Hallmannsecker wartete zunächst das Ergebnis über seinen Nachfolger im Valleyer Rathaus ab, bevor er sich, ob seiner Landratskandidatur, auf den Weg ins Landratsamt machte. Aufgeregt wirkte er deshalb nicht. „Ich muss mich eh erst mal um die Trauung kümmern, die ich morgen mache“, erklärte Hallmannsecker mit Blick auf seine Aufgaben direkt nach der Kommunalwahl. Jetzt sei es eh schon gelaufen, sagte er nach der Ergebnisverkündung und eilte mit seiner Frau gen Miesbach.

Andreas Wolkenstein

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