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Neben dem Golfplatz in Valley, westlich (l.) der bestehenden Gebäude, soll das Hotel entstehen. Die Gemeinde hat einen Erbbaurechtvertrag mit der Columba Equity AG au

Neben dem Golfplatz in Valley  

Endlich: Gemeinde hat Investor für Hotel gefunden

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Seit Jahren sucht die Gemeinde einen Investor. Jetzt baut die Columba Equity AG neben dem Golfplatz ein Hotel. Das hat unsere Zeitung exklusiv erfahren. 

Vorstand Thomas Maerz (M.) und Bürgermeister Andreas Hallmannsecker erklären Redakteurin Marlene Kadach die Details zu dem Projekt. Es geht um eine Investitionssumme im zweistelligen Millionenbereich.

Valley – Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker ist ein vorsichtiger Mann, der gern auf Nummer sicher geht. Jetzt ist er sich seiner Sache sicher. Er lächelt: „Es ist ein schönes Ereignis.“ Nach einem Jahr Verhandlungen sagt er: „Wir sind überzeugt, dass der Richtige gefunden ist.“

Die Gemeinde hat einen Investor gefunden, der das langersehnte Hotel neben dem Golfplatz baut: Die Columba Equity AG aus München investiert auf dem 7820 Quadratmeter großen Areal einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich, wie Vorstand Thomas Maerz berichtet. Die Gemeinde, der der Grund gehört, hat mit der AG einen Erbbaurechtvertrag mit einer Laufzeit von mindestens 65 Jahren geschlossen. „Das Hotelprojekt ist eine Investition in die Zukunft der Gemeinde Valley und der ganzen Region“, sagt Maerz.

Die Vorgeschichte ist lang: Laut Hallmannsecker ist das Hotel seit vielen Jahren im Gespräch. 2004 hatte die Kommune das ehemalige Sendergelände gekauft. Richtig Fahrt nahm die Idee 2009 auf, als Michael Weichselgartner von Golf Valley den Ryder Cup nach Valley holen wollte (wir berichteten). Doch die Bewerbung scheiterte, ebenso der zweite Anlauf. Seither verhandelte die Gemeinde mit vielen Hotel-Investoren. Der Richtige ließ lange auf sich warten. „Gut Ding braucht Weile“, sagt der Bürgermeister. Der Bebauungsplan steht längst.

Laut Maerz ist nun ein Business- und Spa-Resort im Vier-Sterne-Plus-Bereich mit 120 Zimmern geplant. „Das Hotel wird in eine idyllische Lage eingebettet.“ Er verspricht einen „traumhaften, unverbauten Alpenblick“. Das vierstöckige Gebäude besteht aus viel Holz, Glas und bekommt ein begrüntes Flachdach aufgesetzt. Es gibt eine Rooftop-Bar im Dachbereich mit einer großen Südterrasse. Der vorläufige Name lautet: „The Valley – Business & Spa Resort“. Blickt man später von oben auf das Gebäude, wird ein V erkennbar sein.

Der Spabereich samt Außenpool und Saunen – inklusive Panoramasauna mit Blick auf die spektakuläre Alpenlandschaft – im ersten Stock soll auch öffentlich zugänglich sein. Gleiches gilt für den Gastronomiebereich. Mit einem modernen Konferenz- und Tagungsbereich will man Geschäftskunden anlocken und die Nähe zur Münchner Messe nutzen. Das Hotel soll ein „gemischtes Publikum“ ansprechen. Also auch Touristen, die zum Golfspielen und Wellnessen kommen, sowie Familien. Maerz spricht von einer „Symbiose von Business, Wellness und Erholung in der Natur“. Gut 80 Arbeitsplätze entstehen. Eine Zusammenarbeit mit Golf Valley sei geplant. Hallmannsecker glaubt, dass das Hotel gerade bei größeren Turnieren punktet.

Die Columba Equity AG ist eine Beteiligungsgesellschaft, die passive Investments in andere Unternehmen steckt. Mit dem Hotel wird sie aktiv tätig. Dass seine Firma keine Erfahrung im Hotelbereich hat, findet Maerz unbedenklich. „Schließlich stehen wir ja nicht an der Rezeption.“ Als Betreiber soll eine renommierte Hotelbetreibergesellschaft aus dem bayerischen Raum, die in Familienbesitz ist, auftreten. „Wir planen, den Vorvertrag demnächst abzuschließen.“

Als Standort schien Valley ideal. Als Unterregion der Alpenregion Tegernsee Schlieresse profitiere der Ort von Seen und Bergen in der Nähe. Zudem liege Valley in der Metroregion vor den Toren Münchens, einer boomenden Wirtschafts- und Tourismusmetropole. „Die Nähe zur A 8 ist spannend für uns“, sagt Maerz. Als Transitstrecke von Nord nach Süd. Um diese Anbindung besser zu nutzen, haben Gemeinde und Investor langfristig das Ziel, die Hauptzufahrt zu dem Gelände über die B 318 zu verlegen. Zumindest für die Bauphase dient die ehemalige Sendezufahrt bei Marschall schon als Baustraße. Das Straßenbauamt hat zugestimmt. Bislang wird das Areal über Lochham und die VIVO erschlossen.

Laut Hallmannsecker braucht Valley ein Hotel. Bislang gibt es nur den Darchinger Hof mit 42 Betten und das Chalet in Kreuzstraße. „Die Nachfrage nach Betten ist groß.“ Er glaubt, dass sich alle Valleyer auf das Hotel freuen. Konflikte seien nicht zu erwarten, weil das Areal nicht an einem Wohngebiet klebt.

Der Investor will das Projekt so schnell wie möglich realisieren. „Wir arbeiten an dem Bauantrag“, sagt Maerz. Ist dieser final genehmigt, dauere es noch maximal zwei Jahre bis zur Eröffnung.

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