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Hilfe für Flutopfer in Valley

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Von: Christine Merk

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Im Juli kam die Flut: Auch in der Gemeinde Valley kämpften Anwohner und Feuerwehren gegen die Wassermassen.
Im Juli kam die Flut: Auch in der Gemeinde Valley kämpften Anwohner und Feuerwehren gegen die Wassermassen. © Thomas Gaulke

Gute Nachrichten hatte der Rathauschef im Gemeinderat parat: Der Freistaat stellt 75 000 Euro für Flutopfer in der Gemeinde Valley bereit. Derweil stehen nähere Untersuchungen zum Schutz vor Fluten wie im Juli weiter aus.

Valley – Eine Art „Hausinspektion“ hatte Valleys Bürgermeister Bernhard Schäfer (FWG) den vom Starkregenereignis am 26. Juli betroffenen Bürgern in der Gemeinde eigentlich anbieten wollen. Wegen der hohen Corona-Inzidenz wird daraus aktuell nichts, aber er hatte eine andere gute Nachricht, die er in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt gab. Die bayerische Staatsregierung hat ein Programm zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den von diesem Starkregen betroffenen Gemeinden aufgelegt. Valley habe aus diesem Fonds rund 75 000 Euro bekommen, informierte Schäfer.

Das Geld wird an Hauseigentümer verteilt, die Schäden zu beklagen haben. Noch bis heute, Donnerstag, können sie dafür notwendige Unterlagen im Rathaus einreichen. In einem Schreiben vom 18. November seien die Bürger in den betroffenen Ortsteilen bereits informiert worden, berichtete Schäfer.

Wie er auf Nachfrage erklärt, können Zuschüsse beispielsweise für Gebäudeschäden gewährt werden oder wenn eine Trocknung notwendig wurde. Die Fraktionssprecher des Gemeinderats hätten in einer Online-Konferenz die Vergabekriterien festgelegt, nach denen Geldzuweisungen berechnet werden.

Nicht nur die mögliche Entschädigung war Thema des Schreibens. Schäfer wollte außerdem informieren, was die Gemeinde in Sachen Schutz vor Hochwasser und Starkregen bereits getan habe – und was Hauseigentümer selbst tun könnten. Mit einem Fachmann von einer der Ortsfeuerwehren wollte der Bürgermeister eigentlich zum Beispiel im besonders stark betroffenen Unterdarching von Haus zu Haus gehen. Dann hätte man direkt vor Ort schauen können, wo die Hauseigentümer selbst Vorsorge treffen können, etwa mit technischen Verbesserungen oder kleinen baulichen Veränderungen an Kellerschächten. Weil die persönlichen Besuche nicht möglich waren, lag den Schreiben entsprechendes Infomaterial bei, teilt Schäfer mit.

Die Gemeinde selbst hat nach dem Hochwasser den Dorfbach, der damals überlief, von Oberdarching bis zum Ortseingang Unterdarching ausbaggern lassen. Ein Hochwasserschutzkonzept – erstellt vom Ingenieurbüro Kokai – liegt der Gemeinde schon seit Längerem vor. Zurzeit werde ein hydrogeologisches Gutachten ausgewertet, das für die darin empfohlene Erhöhung des Rückhaltebeckens notwendig ist. Starkregenereignisse seien in diesem Konzept nicht berücksichtigt, sagte Schäfer. Das Büro habe mittlerweile aber ein Angebot für ein Konzept zum Schutz vor solchen Ereignissen abgegeben.

cmh

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