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Aus zwei mach’ drei: Im Kindergarten St. Felicitas spielen die Kinder mit Leiterin Andrea Lindmeier ab Herbst, so der Plan, schon in einer weiteren Gruppe als bisher Memorie.

Altes Schulhaus

St.-Felicitas-Kindergarten wächst - Blaskapelle zieht aus

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Zuwachs für Delphine und Igel: Ab Herbst plant der Kindergarten St. Felicitas in Unterdarching mit einer dritten Gruppe.  Baulich stellt die Gemeinde im alten Schulhaus die Weichen.

Unterdarching – Es trifft die Gemeinde nicht unvorbereitet. „Wir schauen uns ja die Geburten an“, sagt Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FWG). Und der Blick auf die Zahlen verriet demnach schon frühzeitig: Der St. Felicitas Kindergarten braucht bald mehr Platz. Bald bedeutet: im kommenden Herbst. Nämlich dann, wenn das neue Betreuungsjahr startet. Diese Kalkulation bewahrheitete sich im März, als bei der Anmeldung 20 Kinder eingeschrieben worden seien.

„Das ist ein ganz schöner Schwung, der da nachkommt“, sagt Einrichtungsleiterin Andrea Lindmeier. Derzeit betreuen sie und ihr Team 50 Kinder in zwei Gruppen: die Delphine und die Igel. Ab Herbst soll eine weitere hinzukommen, womit künftig bis zu 75 Kinder, zwischen drei und sechs Jahren alt, in dem ehemaligen Schulhaus an der Graf-Arco-Straße spielen und toben können. Das Gebäude, das der Gemeinde gehört, muss jedoch noch fit gemacht werden für den Ansturm.

Die neue Gruppe soll nämlich im ersten Stock einziehen, in das zweite Klassenzimmer anno dazumal. In dem Raum probt bislang die Blaskapelle Unterdarching. „Die geht für uns aber raus, damit der Kindergarten in einem Haus bleiben kann“, verrät Lindmeier. Viel umgebaut werden müsse nach dem Auszug der Musiker und vor dem Einzug der Kinder in dem Raum jedoch nicht, erläutert Hallmannsecker. Lediglich eine Trennwand ziehe man ein, um einen Rückzugsort für die Kinder zu schaffen.

Umfangreicher fallen die Bauarbeiten im Klo aus. Die Sanitäranlagen, die derzeit noch für Erwachsene gedacht sind, müssen kindgerecht dimensioniert werden. Und im Treppenhaus beziehungsweise Flur wird eine Brandschutztüre montiert. Eine konkrete Kostenschätzung für den Umbau liege der Gemeinde zwar noch nicht vor, sagt Rathauschef Hallmannsecker, er rechne jedoch damit, dass sich die Investitionen zwischen 40 000 und 50 000 Euro einpendeln.

Während die baulichen Pläne durchaus konkret sind, ist die Erweiterung des Kindergartens noch nicht endgültig in trockenen Tüchern. Bürokratisch sei aber alles schon in die Wege geleitet, so Hallmannsecker. Der Pfarrverband Weyarn als Träger der Einrichtung habe die nötige Betriebserlaubnis bereits beim Ordinariat und beim Landratsamt beantragt. Zeitgleich feilt die von der Gemeinde beauftragte Architektin am Bauantrag. Und auch personell bereitet sich der Kindergarten auf den Zuwachs vor. Die Suche nach Erziehern läuft. „Wir haben sogar schon erste Bewerber“, frohlockt Lindmeier.

Alles in allem ist Bürgermeister Hallmannsecker guter Dinge, dass die Bauarbeiten in den Sommerferien über die Bühne gehen und die dritte Gruppe pünktlich zum Start ins Betreuungsjahr 2018/19 Anfang September in ihren frisch umgebauten Raum einziehen kann. Unter welchem Namen, daraus macht Lindmeier noch ein kleines Geheimnis. Nur so viel: „Wir haben erste Ideen.“

Bleibt die Frage: Was macht die Blaskapelle? Die muss nicht im Freien musizieren, sondern zieht um – „gerne sogar“, wie Vorsitzender Thomas Brunner sagt – und zwar ein Haus weiter, ins Nebengebäude.

fp

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