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Der Hartplatz weicht zwei Häusern mit insgesamt acht Mietwohnungen, die die Gemeinde Valley zu günstigen Preisen vermieten will.

Neue Gemeindehäuser in Unterdarching stehen vor Baugenehmigung

Wohnungsbau: Jetzt kann‘s losgehen

Die Mieten in der Region können sich viele kaum mehr leisten. Die Gemeinden steuern mit Wohnungsbau gegen. Auch Valley kann bald endlich loslegen: Die beiden Mehrfamilienhäuser mit günstigen Mietwohnungen stehen kurz vor der Baugenehmigung.  

Valley – Die Hindernisse sind endlich alle aus dem Weg geräumt, jetzt gibt die Gemeinde Valley Vollgas: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Bauantrag der Gemeinde für den kommunalen Wohnungsbau in Unterdarching einstimmig bewilligt. Die Genehmigung für die beiden Wohnhäuser am Sportzentrum kann sich die Gemeinde quasi selbst erteilen, weil die Planung bebauungsplankonform ist und die Genehmigung im Freistellungsverfahren erteilt werden kann. Der Antrag muss also nicht mehr ins Landratsamt.

Auf dem gemeindlichen Grundstück an der Nordwest-Ecke des Sportzentrums sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt acht Mietwohnungen entstehen, die die Gemeinde zu günstigen Preisen vergibt. Um die Hand dabei frei zu haben, hat die Gemeinde auf eine Sozialbindung verzichtet (und damit auch auf zusätzliche Fördergelder). Jahrelang hatte sie in ihrem gesamten Gebiet bereits nach einem geeigneten Grundstück für ein solches Projekt gesucht und schließlich das Areal am Sportplatz baureif gemacht. Auf die langwierigen Verhandlungen mit dem Landratsamt, um auf der Fläche das erforderliche Baurecht schaffen zu können, folgte die komplexe Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern, um die Förderfähigkeit zu sichern. Die Gemeinde bekommt nun 30 Prozent der Kosten als Förderung vom Staat. „Gottseidank werden die Grundstückskosten mitgerechnet“, betonte Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FWG) im Gemeinderat, auch wenn die Kosten tatsächlich nicht neu anfielen. Das Volumen für das Projekt – inklusive Grundstück – wurde auf 2,2 Millionen Euro taxiert. Rund 600.000 Euro erwartet die Gemeinde an Zuschüssen.

Im Doppelpack: Die Planung für die beiden Gemeindehäuser in Unterdarching in der Südwestansicht, also etwa aus Richtung der Tennisplätze betrachtet. 

Die Zwillingsbauten sind jeweils knapp 11 Meter breit und knapp 15,30 Meter lang, bei einer seitlichen Wandhöhe von 5,90 Meter. In beiden Gebäuden entstehen pro Etage eine Zwei-Zimmer-Wohnung (knapp 51 Quadratmeter) und eine Drei-Zimmer-Wohnung (gut 66 Quadratmeter), im Erdgeschoss jeweils komplett barrierefrei, im Obergeschoss mit breiteren Türstöcken und behindertengerechtem Bad. Die Häuser bekommen eine Gasheizung, auf den Dächern werden Fotovoltaikanlagen installiert. Ob die Sonnenenergie bei der Wärmeversorgung unterstützt oder auch Strom erzeugen soll, wird erst noch eruiert. Die Wohnhäuser bekommen jeweils einen Schuppen mit Abteilen.

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Im ersten Bauabschnitt entsteht das südöstliche der beiden Wohnhäuser. Ihm weicht der ohnehin marode Hartplatz, wobei südlich davon auch noch Platz für einen neuen Beachvolleyball-Platz entsteht. Der Spielplatz wird daneben neu angelegt. Ist Bauabschnitt eins fertiggestellt, ziehen zwei Bewohner aus dem alten Gemeindebau am Sportzentrum um. Dieses Gebäude weicht dann Bauabschnitt zwei. Der Zwillingsbau von Abschnitt eins soll gleich 2020 folgen.

Die Gemeinde will nun so schnell wie möglich mit der Ausschreibung starten, sagt Hallmannsecker, für beide Wohnhäuser zusammen mit zeitlich versetztem Baubeginn. „Die Werkpläne werden derzeit erstellt.“

Katrin Hager

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