+
Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (r.) gratulierte Martin Fauck zum 90. Geburtstag.

Er schreibt gerne Geschichten

Martin Fauck ist ein „echter Bayer“ - Wir gratulieren zum 90.

  • schließen

Valley - Wenn Martin Fauck über Bayern spricht, gerät er ins Schwärmen. Schon als kleiner Bub träumte er davon, „in diesem wunderbaren Land zu leben“.

Sein Traum ging in Erfüllung – das Schicksal verschlug den Heimatvertriebenen aus Pommern ins Oberland. Seit Jahrzehnten kann er sich einen „echten Bayern“ nennen. Nun feierte der Mitterdarchinger Kaufmann und Geschichtenschreiber seinen 90. Geburtstag – ganze drei Tage lang. Doch auch sonst wird dem Jubilar selten langweilig.

Geboren und aufgewachsen ist Martin Fauck im Kreis Köslin im polnischen Westpommern, wo er auch zur Schule ging. Nach einer Kaufmannslehre wurde er mit 17 als Soldat eingezogen und landete in Italien. Als großes Glück bezeichnet Fauck noch heute den Umstand, dass er dort als Funker eingesetzt wurde. „Ich brauchte nicht auf den Feind zu schießen.“ Morsen und Nachrichten weiterzuleiten machten ihm Freude – zügig wurde er zu einem der schnellsten Funker. Rund drei Jahre verbrachte der heutige Urgroßvater in englischer Gefangenschaft in Süd- und Mittelitalien, bevor ihm eines Tages die Flucht gelang. „Ich habe mich in einen Versehrtentransport hineingemogelt und mich nach Holzkirchen zu meiner Verwandtschaft durchgeschlagen“, erinnert sich Fauck. Einige Zeit verdingte sich der leidenschaftliche Bergsteiger, „der unzählige Gipfel bestiegen“ hat, als Hilfsarbeiter und Bauernknecht. Doch bald konnte er zurück in seinen erlernten Beruf kehren. Zunächst verschlug es ihn nach Schwäbisch Hall, später unter anderem nach Stuttgart und wieder zurück nach Holzkirchen. „Mit 60 Jahren wurden dann die alten Knochen entlassen. Ich habe aber bald eine neue Anstellung gefunden und noch bis 75 weitergearbeitet“, erzählt der Familienmensch, der seit bald 60 Jahren mit seiner geliebten Frau Wera verheiratet ist. „Wir vertragen uns gut – und das geht auch weiter so“, sagt er.

Harmonie, gemeinsam lachen und Probleme lösen, ohne immer zu streiten. So lautet Faucks Rezept für ein erfülltes Leben. Und natürlich aktiv bleiben. Fit hält den 90-Jährigen zum Beispiel der vierjährige Urenkel, „der fast jeden Tag bei uns rumtanzt“, sowie seine Mitarbeit bei einem Verlag für Glückwunschkarten. Und wenn Fauck denn mal ein paar ruhige Minuten findet, schreibt er kleine bunte, launige und lustige Geschichten, die er zur Freude aller bei Familienfeiern vorträgt.

Nun stand aber das Geburtstagskind im Mittelpunkt des Geschehens. Drei Tage lang haben ihn Familie und Freunde zu seinem großen Ehrentag hochleben lassen. „Das Telefon hat unentwegt geklingelt und meine Tochter hat mir 90 Luftballons geschenkt“, erzählt der Mitterdarchinger Fauck erfreut. Was ihn besonders glücklich macht? „Wir halten als Familie zusammen“, sagt er.

Auch interessant

Mehr zum Thema

<center>Schlauchtuch / Multifunktionstuch "Bayern" schwarz</center>

Schlauchtuch / Multifunktionstuch "Bayern" schwarz

Schlauchtuch / Multifunktionstuch "Bayern" schwarz
<center>Trachten-Charivari Strassherz (Damen)</center>

Trachten-Charivari Strassherz (Damen)

Trachten-Charivari Strassherz (Damen)
<center>Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (rot)</center>

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (rot)

Fransen-Jaquardtuch Tanzende Tiere (rot)
<center>"Inge" - handgemachter Ingwersirup 0,7l</center>

"Inge" - handgemachter Ingwersirup 0,7l

"Inge" - handgemachter Ingwersirup 0,7l

Meistgelesene Artikel

Neuer Wald-Chef: „Ich möchte keine Revolution anzetteln“
Rolf Oehler (61) ist der neue Leiter des AELF. Eine Revolution möchte er nicht anzetteln, aber die Anbindehaltung angehen und die Personalsituation in seiner Behörde …
Neuer Wald-Chef: „Ich möchte keine Revolution anzetteln“
Fernwärme für St. Josef: Straßensperren
Für den St. Josef-Neubau verlegen die Gemeindewerke eine Fernwärmetrasse. Anwohner müssen mit Straßensperrungen und Parkplatzmangel rechnen. 
Fernwärme für St. Josef: Straßensperren
Wenn der Blitzer zweimal klingelt: Zweckverband als Inkasso-Büro
Mit Geldeintreiben kennt sich der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit schon jetzt aus. Nun wird er ins Inkasso-Geschäft einsteigen. Die erste Testphase beginnt am …
Wenn der Blitzer zweimal klingelt: Zweckverband als Inkasso-Büro
Schwerer Unfall: Warngauer (64) räumt 25-Jährige von Straße
Ein Warngauer (64) wollte in Sachsenkam auf die B13 Richtung Tölz auffahren. Dabei übersah er einen Tölzer (23) in seinem Golf. Dessen Beifahrerin wurde beim Aufprall …
Schwerer Unfall: Warngauer (64) räumt 25-Jährige von Straße

Kommentare