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Hier wird bald erweitert: Noch heuer will die Gemeinde an der Kinderkrippe in Unterdarching großzügig anbauen. Die alte Praxis soll dafür weichen.

Die Valleyer Kinderstube wird ausgebaut

Mehr Platz für mehr Zwergerl

Valley - Die Valleyer Kinderstube will ihre Kapazitäten verdoppeln: Statt der bislang 15 Betreuungsplätze für Kleinkinder sollen ab 2017 insgesamt 30 zur Verfügung stehen. Die Gemeinde plant dafür einen Anbau.

Ein Krippenplatz ist für viele Eltern kein Luxus mehr, sondern unverzichtbar. In Valley haben indes nicht alle einen Betreuungsplatz für Kinder zwischen ein und drei Jahren bekommen. Die gemeindliche Kinderstube – die einzige Krippe in der kleinen Gemeinde – ist zu klein geworden für den Bedarf. Jetzt will die Gemeinde sie erweitern. Der Gemeinderat hat dafür nun die planungsrechtlichen Weichen gestellt. 

Als die Valleyer Kinderstube vor acht Jahren eröffnete, reichten zwölf Plätze noch aus. Die Kita startete damals im 60er-Bau an der Graf-Arco-Straße, bis sie in den früheren Schulpavillon umziehen konnte, der erst umgebaut werden musste. Zwei Jahre später wurde nochmal umgebaut, um fortan 15 Plätze anbieten zu können. 

Diese 15 Plätze teilen sich momentan 18 Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren, erklärt Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FWG) auf Anfrage. Doch der Bedarf Valleyer Eltern ist damit noch lange nicht gedeckt: Denn eigentlich wären für das Krippenjahr 2015/16 insgesamt 26 Mädchen und Buben angemeldet worden. „Es hat nicht jedes Kind einen Platz bekommen können“, sagt Bürgermeister Hallmannsecker. Nun will die Gemeinde die Kapazitäten verdoppeln: 2017 sollen 30 Plätze in der Krippe bereitstehen. 

Dafür ist ein zweigeschossiger Anbau an die Kinderstube geplant, 23 Meter lang und 10,50 Meter breit, mit einer Firsthöhe von knapp 6,80 Metern. Die alte Praxis soll dafür Platz machen, sie wird laut Hallmannsecker abgerissen. Im Erdgeschoss des Neubaus sollen Gruppen-, Schlaf-, Wickel- und Bewegungsraum untergebracht werden. Im Obergeschoss ist neben einem Technik- und Abstellraum auch ein Büro geplant. „Der Rohbau soll heuer noch stehen, dann können wir über den Winter den Innenausbau anpacken“, hofft der Bürgermeister. „Wir wollen das zügig durchziehen.“ 

Die Gesamtkosten für die Erweiterung der Kinderstube dürften bei rund 850 000 Euro liegen, etwa ein Drittel davon, hofft Hallmannsecker, könnten staatliche Fördermittel decken. Die Gemeinde selbst wird für den Anbau wohl rund eine halbe Million Euro in die Hand nehmen müssen. In nicht-öffentlicher Sitzung habe der Gemeinderat den Auftrag für die genaue Planung an eine Architektin vergeben. 

Doch ehe die Arbeiten beginnen können, muss die Gemeinde für den Anbau erst einmal Baurecht schaffen. Denn das Gebäude der Kinderstube liegt bisher im Außenbereich, jenseits der Geltungsbereichs-Grenze einer Klarstellungs- und Ergänzungssatzung. Diese Grenze soll nun ein Stück nach Osten verschoben werden, um den Anbau an die Kinderstube auf den Weg bringen zu können. Die ökologischen Ausgleichsflächen für das Projekt sind im Süden desselben Areals an der Grenze zum Friedhof eingeplant. 

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für die Änderung der Klarstellungs- und Ergänzungssatzung gestellt und jeweils einstimmig den Aufstellungs- und den Billigungsbeschluss gefasst; der Planentwurf wird nun in die Auslegung geschickt.

Der Gemeinderat hat zudem eine Satzung für die Kinderstube einstimmig verabschiedet. Bisher hatte die Gemeinde als Träger die Kinderkrippe ohne Satzung betrieben, erklärt Bürgermeister Andreas Hallmannsecker auf Nachfrage. „Juristen haben uns aber dringend dazu geraten.“ Mit der Satzung tritt auch eine Umstrukturierung der Preise in Kraft, die obendrein etwas steigen. Die Öffnungszeiten ändern sich bis auf Weiteres nicht. Wie berichtet, hatte die Gemeinde vor eineinhalb Jahren eine Elternbefragung durchgeführt. Daraus habe sich aber kein großer Bedarf an längeren Öffnungszeiten ergeben, so Hallmannsecker.

Katrin Hager

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