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Da geht’s lang zum neuen Gewerbegebiet: Auf der Ortsdurchfahrt in Oberlaindern (im Bild l.) soll eine Linksabbiegespur in den Waldhausweg angelegt werden, der zum Martinshof (ganz r.) führt. 

Neues Gewerbegebiet in Oberlaindern

Baustelle auf der Ortsdurchfahrt

Valley – Auf Oberlaindern rollt eine Baustelle zu: Für die Erschließung des neuen Gewerbegebiets am Martinshof wird eine Linksabbiegespur auf der Ortsdurchfahrt nötig. Die Gemeinde will diese heuer im Sommer fertigstellen. Nicht die einzige Weiche, die noch gestellt werden muss.

In der Sitzung an diesem Dienstag steht im Gemeinderat Valley wie berichtet der Satzungsbeschluss für das Gewerbegebiet am Martinshof in Oberlaindern auf der Tagesordnung. Doch die Gemeinde Valley muss nicht nur baurechtlich den Weg dafür ebnen. Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FWG) gab jetzt aus nicht-öffentlicher Sitzung die Vergabe einiger Aufträge bekannt. 

Der Abriss der Gebäude rund um die alte Hofstelle läuft bereits. „Mitte März sollte das abgeschlossen sein“, sagt Hallmannsecker. Den Auftrag dafür hatte der Gemeinderat an eine Weyarner Firma vergeben, die dafür knapp 53 000 Euro bekommt. Außerdem hat der Gemeinderat ebenfalls in nicht-öffentlicher Sitzung den Ausbau des Bahnübergangs am Waldhausweg und die Planung dafür der DB Netz AG erteilt. Die Kosten liegen bei rund 50 000 Euro. Der Ausbau wird knifflig, meint der Bürgermeister. Nicht nur wegen der Technik, sondern auch, weil die Bahnstrecke zwischen Holzkirchen und Mitterdarching aufgrund der Arbeiten zeitweise gesperrt werden muss. Wann es soweit sein dürfte, kann Hallmannsecker noch nicht sagen. „Die DB Netz AG muss jetzt erst einmal planen, das ist sehr aufwändig.“ 

Nötig werden diese Arbeiten wiederum deshalb, weil die Zufahrtstraße zum Martinshof ausgebaut wird. Die Fahrbahn des Waldhauswegs wird um einen Meter verbreitert, damit zunächst Baufahrzeuge und später Lieferverkehr besser zu den insgesamt elf Gewerbeflächen fließen können. Der Bahnübergang muss deshalb ebenfalls einen Meter nach Osten aufgeweitet werden. 

Der Ausbau des Waldhauswegs ist eines von drei Gewerken, mit denen sich der Gemeinderat nicht-öffentlich beschäftigen wird. Ein weiteres Los bildet die eigentliche Erschließungsstraße innerhalb der Bauparzellen. Der Bau soll je nach Witterung bereits Anfang April beginnen, so Hallmannsecker. Die neue Straße führt in zwei Ecken durch die Bauparzellen und mündet im Süden in einem Wendehammer. Von dort aus wäre in Zukunft bei Bedarf der Ringschluss zum Waldhausweg möglich, falls das Gewerbegebiet in Richtung Staatsstraße erweitert würde. Konkrete Pläne dafür gibt es noch nicht, im Flächennutzungsplan hat die Gemeinde sich diese Option aber offen gelassen. 

Ganz konkret steht derweil die Linksabbiegespur auf der Miesbacher Straße (Staatsstraße 2073) an. Das Straßenbauamt Rosenheim hatte diese wie berichtet gefordert, damit die neuen Gewerbeflächen am Martinshof und nördlich von Oped (Osterläng), wo das Medizintechnik-Unternehmen erweitern will, nicht zu Stauungen auf der Ortsdurchfahrt führen. Auch diesen Auftrag will der Gemeinderat nun vergeben. Die Arbeiten dürften etwa drei Monate dauern. Bis in den Sommer hinein müssen Kraftfahrer also mit Behinderungen auf der Oberlainderner Ortsdurchfahrt rechnen. Während der Bauzeit wird die Miesbacher Straße voraussichtlich halbseitig gesperrt. Einige Tage lang droht aber auch eine Komplettsperrung. 

Damit das neue Gewerbegebiet auch für den Ernstfall gewappnet ist, lässt die Gemeinde den Löschwasserbedarf ermitteln. Den Auftrag dafür bekam ein Germeringer Ingenieurbüro, das gemäß Honorarordnung vergütet wird. Die Gemeinde geht ohnehin davon aus, dass eine zweite Hauptwasserleitung in das Gebiet gelegt werden muss. Mittel dafür sind bereits im Haushalt 2016 eingeplant (wir berichteten).

Katrin Hager

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