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Stimmlich gekonnt verabschiedeten sich die Sänger des Männergesangverein Valley vom Winter und begrüßten den Frühling im Trachtenheim.

Frühjahrskonzert in Valley 

Ein stimmgewaltiges Willkommen für den Frühling 

Valley - Der Männergesangverein Valley hatte zu seinem traditionellen Frühjahrskonzert in das Trachtenheim Valley geladen - und erhielt dabei von vielen Seiten Unterstützung. 

Gemeinsames Singen und Musizieren in freundschaftlicher Gemeinschaft bereitet Freude, spendet Erholung vom Alltag und kann sogar – ganz ohne Nebenwirkungen – eine Therapie für die Seele sein. Für Sänger und Publikum gleichermaßen. So war’s auch am Samstag im Trachtenheim in Valley. Der örtliche Männergesangverein hatte zu seinem Frühjahrskonzert eingeladen

Auf der mit farbenprächtigen Blumensträußen geschmückten Bühne boten die 33 Männer zunächst den Sängergruß, bevor es richtig losging. Und Verena Huber bat vorab: „Seid’s nachsichtig, wenn i an Hund einihau.“ Sie gab heuer ihr Debüt als Moderatorin und verlieh dem Konzert eine frische und herzliche Note.

Zum Auftakt ließen die Sänger mit „Im Fruahjahr, wann da Schnee weggeht“ die weiße Pracht wegschmelzen, um damit dem Valleyer Viergesang mit Benno Huber, Hans Jaud, Georg Hagn und Rudi Schlaghaufer den Weg zu ebnen. „Jetzt kimmt de scheene Frühlingszeit“ intonierte das renommierte Quartett gewohnt stimmgewaltig und souverän, um dann mit dem Tölzer Schützenmarsch zu überraschen. Sofie Brunner, Alois Gartmeier und Willi Schmotz sorgten für die instrumentale Begleitung.

Dass Musik und Gesang auch Menschen und Orte zusammenführen, zeigte in musikalischer Verbundenheit der Männergesangverein Liederkranz Aising unter der Leitung von Erich Declara, der den Frühling mit drei Beiträgen von Rosenheim nach Valley brachte.

Mit dem gewaltigen „Lied der Berge“ (La Montanara) gaben die Valleyer der stimmungsvollen Veranstaltung ein weiteres Glanzlicht und überzeugten nicht nur hier in allen Tonlagen als homogener und dynamischer Klangkörper. Hubert Huber begleitete einfühlsam am Klavier.

Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des abwechslungsreichen Abends leistete die 6-er Musi der Blaskapelle Unterdarching unter der Leitung von Thomas Brunner: Das Ensemble sorgte mit schwungvollen Märschen und Polkas für eine instrumental geerdete Abwechslung, die gut tat und die Gesangsdarbietungen verband.

Ebenso wohltuend waren die Frauenstimmen, die dem Konzert eine weitere, völlig andere Klangfarbe verliehen. Sofie Brunner genoss es sichtlich, mit dem von ihr geleiteten Kirchenchor Unterdarching zu zeigen, dass dieser durchaus auch weltlich singen kann. Er überzeugte mit Mozarts „Im Frühling“ und dem legendären „Kriminal-Tango“ – natürlich mit Schuss – auf ganzer Linie.

Nach dem Motto „Wo’s a Musi gibt und an G’sang, bleim die Gäste b’sonders lang. Nur die Musikanten und die Sänger, die bleim no länger“ klang der stimmige Musik- und Gesangsabend langsam aus.

Reinhold Schmid

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