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Des Brauens Kern

Sudhaus: Erstes Bier fließt im April 2017

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Valley - Die Brecharbeiten im Sudhaus Valley sind in vollem Gange. Das erste Bier soll im April 2017 gebraut werden. Die Erlebnisbrauerei von Graf Arco kommt gut voran.

Das Gerüst am Sudhaus in Valley ist von außen gut sichtbar. Doch was im Inneren genau geschieht, bleibt im Verborgenen und macht viele Bürger offenbar neugierig: „Alle fragen mich nach dem aktuellen Stand der Bauarbeiten“, meint Thomas Furtner von der Gräflichen Brauerei Arco-Valley.

Die Antwort: „Die Brecharbeiten sind im vollen Gange“, sagt er. Das Sudhaus im südöstlichen Teil des Neuen Schlosses sei größtenteils entkernt. „Wir haben zwei quadratische Fenster durch Rundbogenfenster ersetzt“, erklärt er. Auf diese Weise gleichen sie denen auf der gegenüberliegenden Seite. Ein großes Fenster werde vorerst ausgespart. „Da müssen später die Sudgefäße rein.“ Deren Teile seien so groß, dass sie sonst nirgends durchpassen würden. Die Aufträge seien zum Teil schon vergeben, die Ausschreibungen für Sanitär- und Fliesarbeiten laufen noch. Die Fassade des Sudhauses werde heuer im Herbst fertig.

Und so schreitet die Erlebnisbrauerei, die Brauereiinhaber Max-Georg Graf von Arco auf Valley im Neuen Schloss einrichtet, offenbar gut voran. Der aktuelle Zeitplan sieht laut Furtner so aus: „Im April 2017 soll dort das erste Bier gebraut werden“, sagt er. Eigentlich sollte die Brauerei schon heuer eröffnen – zum 500. Jahrestag des Bayerischen Reinheitsgebot. Doch die Pläne verzögerten sich „aus technischen Gründen“, wie Furtner erklärt. Das Projekt wird mithilfe des EU-Programms Leader realisiert – rund 200.000 Euro fließen aus diesem Fördertopf, berichtet er. Der Gesamtinvest betrage über eine Million Euro.

Wie berichtet, soll in den alten Gemäuern Großes entstehen. Eine kleine Brauerei zieht im circa 70 Quadratmeter großen Sudhaus ein, die Besucher können dann direkt hinter dem Tresen die kupfernen Sudkessel arbeiten sehen. Damit soll die fast 400 Jahre alte Brautradition in Valley wieder aufblühen. Der Braubetrieb war 1994 eingestellt worden; der Hauptstandort der Brauerei Arco Valley liegt im niederbayerischen Adldorf. 

Auch ein Veranstaltungssaal für knapp 100 Leute samt mobiler Bühne für Musik oder Theater ist in Valley geplant. Um Letzterer Leben einzuhauchen, ist eine Kooperation mit den Nachbarn angedacht: dem Verein Kunstdünger, dem Kultur- und Orgelzentrum im Alten Schloss oder gar dem Trachtenverein. Ebenso stehen Bierseminare, Biersommelierkurse und Führungen auf der Agenda.

Auch rundherum ist schon einiges passiert. Teile der Fassade des Neuen Schlosses sowie der Vorplatz wurden bereits saniert, genauso wie der marode Glockenturm, dessen Uhr nun wieder funktioniert. Im nordwestlichen Trakt des Schlosses sind fünf Wohnungen geplant. „Die bauen wir erst 2017 rein“, erklärt Furtner. Die erforderliche Baugenehmigung liegt bereits vor.

Bis der kleine Thronfolger Graf Thaddeo Karl Otto Heinrich Christoph Maria Graf von Arco auf Valley – der Sohn von Max-Georg Graf von Arco auf Valley und Julia Susann Gräfin von Arco auf Valley –, der am 29. Juli 2016 auf die Welt kam, sein Erbe antritt, wird also viel passiert sein. Und bis dahin kann das Bierbrauen in Valley vielleicht schon wieder auf eine neue und stolze Tradition zurückblicken.

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