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Heimatverbunden: Verena Huber ging der Musik wegen nach Wien. Zurück in der Heimat kümmert sie sich nun um das kulturelle Leben im Ort, insbesondere die Musik – und natürlich um die Kühe auf dem elterlichen Hof.

Nachfolge von Reinhard Klamet

Traumjob am schönsten Fleck der Welt: Das ist Valleys neue Kulturreferentin

Valley hat eine neue Kulturreferentin: Verena Huber (26) kümmert sich ab sofort um den musikalischen Bereich. Ihr Hauptaugenmerk: Sie will die Jugend fördern.

Valley – Die Kulturdichte in der Gemeinde Valley ist hoch. Der kleine Ort beweist immer wieder, dass Kultur nicht nur in den großen Metropolen stattfindet. Maler, Bildhauer, Schauspieler, Musiker, Fotografen und viele weitere Künstler wohnen in Valley und gestalten ein buntes Kulturprogramm. Unterstützt werden sie dabei künftig von Verena Huber, der neuen Kulturreferentin der Gemeinde. Die 26-jährige Valleyerin tritt die Nachfolge von Reinhard Klamet an und zeichnet ab sofort für den musikalischen Bereich der kleinen Gemeinde verantwortlich.

Seit ihrem sechsten Lebensjahr spielt Huber Geige. Musik ist ihre Leidenschaft. Ihr Berufswunsch stand somit schnell fest. „Ich wollte schon immer etwas mit Musik machen“, erzählt Huber. So war es keine Frage, dass die 26-Jährige nach ihrem Abitur Musikwissenschaften in München und Wien studierte. Die Zeit in Österreich gefiel Verena Huber sehr, jedoch vermisste sie auch ihre Heimat. „Valley ist für mich der schönste Fleck der Welt. Ich habe mich auch während meines Studiums in Wien in das Valleyer Kulturleben eingebracht“, sagt sie.

Nach dem Bachelor-Abschluss stand für Huber fest, dass sie zurück nach Valley, in ihre Heimat, gehen würde. „Der Kontakt zu den Menschen dort, zu meiner Familie, ist mir sehr wichtig.“ Jetzt übernimmt sie das Ehrenamt als Kulturbeauftragte der Gemeinde. Zusammen mit ihrem Kollegen Richard Hillmeier kümmert sie sich um das kulturelle Leben der Gemeinde. „Ein Traumjob für mich“, freut sie sich. Große Veränderungen im Vergleich zu ihrem Vorgänger plant die junge Kulturbeauftragte nicht. „Die Kulturdichte ist hier sehr hoch“, sagt Huber. „Das möchte ich halten und gerne etwas ausbauen, aber vor allem möchte ich auch die Jugend für die Kultur begeistern.“ Sie möchte gerade sehr jungen Künstlern Auftritts- und Ausstellungsmöglichkeiten bieten. „Im musikalischen Bereich funktioniert das dank unserer Blaskapelle sehr gut. Da fehlt es nicht an Nachwuchs.“

Neben ihrem neuen Ehrenamt ist die 26-Jährige auf der Suche nach einer Festanstellung. „Kulturmanagement oder Kulturjournalismus würden mich sehr reizen, aber die Jobs sind sehr begrenzt, es wird schwierig, in diesen Bereichen etwas zu finden“, weiß Huber. Dennoch, langweilig wird der Valleyerin sicher nicht. Sie selbst spielt Theater, ist im Vorstand des Trachtenvereins und ist Vordreherin bei den Valleyer Plattlern. Außerdem wird sie für Kirchenauftritte gemeinsam mit ihrem Bruder, der Trompete spielt, gebucht und singt in zwei Chören.

Und sollte überraschenderweise doch mal etwas Langeweile aufkommen, hilft sie ihrer Familie auf dem heimischen Hof. „Wir haben 60 Milchkühe, da gibt es immer etwas zu tun.“ Die Kühe waren übrigens mit verantwortlich, dass sie während ihres Österreichaufenthaltes immer mal wieder von Heimweh geplagt wurde. „Immer, wenn ich eine Kuh gesehen habe, habe ich an meine wunderschöne Heimat gedacht.“

Kathrin Suda

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