+
Die Bauarbeiten haben begonnen: Die alte Praxis an der Valleyer Kinderstube ist abgerissen. Der Gemeinderat hat bereits Aufträge mit einem Volumen von fast 300 000 Euro erteilt.

Platz schaffen für mehr Krippenplätze

Gemeinde investiert 850.000 Euro für neue Kita-Plätze

Valley – Im Garten liegt eine Baustelle: Statt Spielzeugbaggern ist echtes schweres Gerät an der Valleyer Kinderstube im Einsatz. Die Bauarbeiten für die Erweiterung haben begonnen.

Der Gemeinderat hat in nicht öffentlicher Sitzung den ersten Schwung der Arbeiten an Firmen vergeben, wie Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FWG) nun berichtete. Auftragsvolumen: knapp 290 000 Euro.

Den größten Brocken machen bislang die Maurerleistungen aus: Eine Firma aus Hundham führt die Beton- und Abdichtarbeiten des Neubaus für knapp 150 000 Euro aus. Hinzu kommen die Zimmererarbeiten eines Waakirchner Unternehmens für gut 85 000 Euro. Der Abbruch des Altbaus und die Erdarbeiten, die eine Weyarner Firma übernimmt, schlagen mit je rund 16 000 Euro zu Buche, die Spenglerarbeiten eines Waakirchner Unternehmens mit knapp 13 000 Euro, der Gerüstbau durch eine Holzkirchner Firma mit gut 4000 Euro, die Verrohrung und Heizungsinstallation durch ein Unterdarchinger Unternehmen mit gut 3000 Euro.

Weitere Vergaben seien je nach Baufortschritt geplant – etwa für den Trockenbau, für Fenster und Türen, Elektroinstallationen oder Estricharbeiten, erklärt Hallmannsecker. Insgesamt dürfte die Erweiterung schätzungsweise mit rund 850 000 Euro zu Buche schlagen.

Die Investition ist gut angelegt: Die Gemeinde will die Kapazitäten der Kinderkrippe mit dem Ausbau verdoppeln. Derzeit teilen sich 18 Kleinkinder die 15 nominellen Plätze der Krippe. Der Bedarf aber war schon vor einem Jahr deutlich höher: Damals meldeten Eltern für 26 Mädchen und Buben Bedarf an, woraufhin der Gemeinderat die baurechtlichen Weichen für einen Anbau stellte. Anstelle der alten Praxis entsteht nun ein zweigeschossiger Anbau, 23 Meter lang und 10,50 Meter breit, mit einer Firsthöhe von knapp 6,80 Metern. Im Erdgeschoss des Neubaus sollen Gruppen-, Schlaf-, Wickel- und Bewegungsraum untergebracht werden. Im Obergeschoss ist neben einem Technik- und Abstellraum auch ein Büro geplant (wir berichteten).

Hallmannsecker geht davon aus, dass der Rohbau samt Dach noch heuer fertig wird und noch vor Jahresende Richtfest gefeiert werden kann. „Wir hoffen, dass das Wetter gut bleibt.“ Über die Wintermonate könnte dann schon der Innenausbau erfolgen. Ende April 2017 soll die Erweiterung der Kinderstube fertig sein. „Das hängt natürlich auch vom Winter ab“, sagt der Bürgermeister. Die Bauarbeiten sollen für den laufenden Betrieb der Krippe verträglich gestaltet werden, Beeinträchtigungen lassen sich aber nicht ganz vermeiden. Vor allem ist der Garten wegen der Baustelle nur eingeschränkt nutzbar.

Die Hardware für die Ausweitung der Kleinkind-Betreuung in Valley wäre damit im kommenden Jahr vorhanden. Und mit der Software sieht es dem Bürgermeister zufolge auch nicht schlecht aus, auch wenn sich in den vergangenen Jahren allgemein ein Mangel an Betreuungspersonal entwickelt hat: Die Gemeinde habe schon Bewerber für die Krippe im Auge. „Wir stehen schon in konkreten Verhandlungen“, sagt Hallmannsecker.

Katrin Hager

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

So teuer kommt den Holzkirchnern die Geothermie
Die Geothermie kommt die Gemeinde teuer zu stehen: Das geht aus dem Haushalt 2017 hervor. Trotzdem ist in der Kasse noch Platz für andere Projekte.
So teuer kommt den Holzkirchnern die Geothermie
Sperrung in der Tegernseer Straße in Holzkirchen
Der Verkehrsfluss in Holzkirchen hat noch einen Pfropfen bekommen: Seit Montag ist der Bahnübergang in der Tegernseer Straße zwischen Holzkirchen und Lochham komplett …
Sperrung in der Tegernseer Straße in Holzkirchen
Das hat er noch vor: Landrat Rzehak im Halbzeit-Interview
Früher war er der Grüne, jetzt ist er nur noch der Landrat, sagt Wolfgang Rzehak zur Halbzeit im Amt. Ein Gespräch mit dem Mann, den die CSU am liebsten ungeschehen …
Das hat er noch vor: Landrat Rzehak im Halbzeit-Interview
HEP: Inhaber kann sich Mobilfunkanlage vorstellen
Eine Mobilfunkanlage am HEP kann sich Inhaber Rainer Scherbaum grundsätzlich vorstellen. Vorher möchte er aber noch genauere Informationen dazu. 
HEP: Inhaber kann sich Mobilfunkanlage vorstellen

Kommentare