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Sieben Mandate und den Rathauschef gilt es zu verteidigen: Bürgermeisterkandidat Bernhard Schäfer (vorne mitte) und die Valleyer FWG-Listenkandidaten. 

FWG nominiert Kandidaten 

Bürgermeisterwahl in Valley: Bernhard Schäfer geht als erster ins Rennen

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Der erste Bewerber um das Amt des Valleyer Bürgermeisters steht am Start: Bernhard Schäfer (54) soll für die Freie Wählergemeinschaft (FWG) den Chefposten im Rathaus verteidigen. Schäfer führt auch die FWG-Liste an, auf der allerdings ein Geschlecht klar in der Minderheit ist.

Valley Im Valleyer Rathaus beginnt 2020 eine neue Ära. Nach zwölf Jahren räumt Andreas Hallmannsecker das Feld, der 63-Jährige will für die FWG Landrat werden. Die Karten werden neu gemischt, einen Amtsbonus wird es bei der Wahl 2020 nicht geben.

Hallmannsecker selbst hat sich seinen Wunschnachfolger ausgeschaut und sprach Bernhard Schäfer vor einigen Wochen an. Der Schreinermeister aus Unterdarching – mit Werkstatt in Grub – sitzt seit 2008 im Gemeinderat, seit fünf Jahren fungiert er als Fraktionssprecher. 

„Der Bernhard hat die Qualitäten, die es braucht für diese Aufgabe“, betonte Hallmannsecker in der FWG-Aufstellungsversammlung am Dienstag im Kirchenwirt, an der 29 Bürger teilnahmen. Schäfer nehme sich die Freiheit, eine eigene Meinung zu haben. Und er habe das Zeug zum Perspektivkandidaten: Altersmäßig könnte der 54-Jährige zwei Perioden abdecken (sprich: zwölf Jahre).

Nächtliche Überlegungen am Küchentisch

Schäfer räumte ein, dass er Zeit gebraucht habe für die Entscheidung. Nach Lehre und Studium habe er sich eine Existenz aufgebaut. Und jetzt ein ganz neuer Weg? „Nächtelang saß ich am Küchentisch, habe Vor- und Nachteile abgewogen, mich mit der Familie besprochen.“

Die endgültige Entscheidung fällte der Familienvater – die Tochter ist acht Jahre alt – vor zwei Wochen. „Es lohnt sich, in unserer Gemeinde Verantwortung zu übernehmen“, ist er sich jetzt sicher. Er wolle Einheimischen ermöglichen, in der Gemeinde Wohneigentum zu erwerben, bei der Kinderbetreuung am Ball bleiben und um die Mittelschule kämpfen. Schäfer wurde ebenso einstimmig nominiert wie die vorbereitete Gemeinderatsliste.

Lesen Sie auch: Alle Namen - diese Kandidaten stehen bereits fest

Ausschlaggebend für die Kandidatur sei nicht zuletzt die „Superliste“ der FWG gewesen, betonte Schäfer, der selbst bei der Wahl 2014 die zweitmeisten Stimmen aller Gemeinderats-Kandidaten bekommen hatte (1119). Stimmenkönig war Johann Lindmeier (73) gewesen, der nach 39 Jahren als Gemeinderat nicht mehr antritt; auch Josef Dittmayer verabschiedet sich in die politische Rente. Die fünf verbliebenen der aktuell sieben FWG-Räte besetzen die ersten Listenplätze. Der Frauenanteil ist gering. „Aber immerhin haben wir jetzt drei Damen – und damit eine mehr als vor sechs Jahren“, sagte Lindmeier.

„Die Leute nicht überreden, sondern überzeugen“

Magnus Epp (Listenplatz 3) stellte fest, dass es für eine gute Arbeit im Gemeinderat wichtig sei, dass kein Fraktion über eine Mehrheit verfügt: „Dann redet man mehr miteinander.“ Das sei in den vergangenen sechs Jahren gut gelungen, erklärte Hallmannsecker, der durchblicken ließ, dass seine ersten Jahre als Rathauschef diesbezüglich „eher zäh“ angelaufen seien. Als Bürgermeister sei man letztlich „Ausführender“ von Gemeinderatsbeschlüssen. Seine Empfehlung: „Die Leute nicht überreden, sondern überzeugen.“

Die Listenkandidaten der FWG Valley in absteigender Reihenfolge:

Bernhard Schäfer, Kordula Killer, Magnus Epp, Paul Hechenthaler, Robert Hofstetter, Christoph Trömer, Hubert Probst, Johannes Weinzierl, Maria Trömer, Josef Hechenthaler, Gabi Neuner, Benedikt Epp, Wolfgang Adelsberger, Max Vogel, Thomas Folger, Christian Reiter.

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