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So nicht: Valley sträubt sich gegen eine Umgehung auf eigener Flur.

Anwohner befürchten erhöhte Verkehrsbelastung

Clinch mit Aying: Valley sträubt sich gegen Ortsumgehung

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Mit Sorge verfolgt die Gemeinde Valley Pläne der Nachbarkommune Aying. Dort strebt man eine Ortsumgehung an, deren Trasse teils auf Valleyer Flur verlaufen würde. Das schmeckt den Anwohnern gar nicht.

Valley – Seit drei Jahren tüfteln die Ayinger an einem neuen Flächennutzungsplan. Im aktuellen Entwurf enthalten ist eine Trasse für eine mögliche Ortsumgehungsstraße. Diese Verlegung der Staatsstraße 2078 würde den Verkehr durch den Hofoldinger Forst westlich an Aying vorbeileiten, die Helfendorfer Straße kreuzen und südlich von Großhelfendorf auf die Rosenheimer Straße führen. Die Krux: Ein Teilstück der Trasse verläuft auf Valleyer Flur. Der rund 900 Meter lange Abschnitt durchschneidet das sogenannte Langfeld und wäre nur 650 Meter vom nächsten Wohngebäude im Ortsteil Grub entfernt.

Dort befürchten die Anwohner eine zunehmende Verkehrsbelastung. „Die geplante Ortsumgehung würde für Grub ein erheblich erhöhtes Verkehrsaufkommen und infolge davon eine erhöhte Feinstaub- und Lärmbelastung mit sich bringen“, schreibt die Interessensgemeinschaft Grub (IGG) in einer Stellungnahme. Hinzu kommt, dass in unmittelbarer Nachbarschaft, am südlichen Ortsrand von Großhelfendorf, jüngst ein Gewerbegebiet ausgewiesen wurde. Dort entsteht ein Solarhauskomplex, was den Verkehr ebenfalls beflügeln werde, befürchten die Gruber. Durch die aus IGG-Sicht ungenügende Anbindung des Gewerbegebiets könne die Helfendorfer Straße nach Grub zur Ausweichroute für Lkw mutieren.

In Sachen Gewerbegebiet hat die Gemeinde Valley freilich kein Mitspracherecht. Was die Umgehungsstraße angeht, hat der Gemeinderat nun – im Zuge der öffentlichen Auslegung des Ayinger Flächennutzungsplans – aber eine Stellungnahme abgegeben. Darin wird die Nachbargemeinde aufgefordert, „eine Trasse zu wählen, die nicht über Valleyer Flur läuft“. Zudem weisen die Gemeinderäte nachdrücklich darauf hin: „Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Schwerlastverkehr darf nicht entstehen.“

Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FWG) merkte an, dass die Gefahr einer Brummi-Ausweichroute etwa auf der Helfendorfer Straße nicht bestehe – zumindest in der Theorie. Denn die Ortsverbindungsstraße zwischen Grub und Großhelfendorf ist für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt. Und auch Magnus Epp (FWG) sah darin das kleinere Problem. „Mit geht es gegen den Strich, dass die Umgehung auf unserer Flur gebaut werden soll“, sagte er und bekam parteiübergreifend Zuspruch. Unter anderem Claudia Zimmer (Valleyer Liste) forderte daher: „Wir müssen uns wehren.“

Gesagt, getan: Die Stellungnahme aus Valley bekommt die Ayinger Verwaltung zugestellt. Ob die Anmerkungen der Nachbargemeinde tatsächlich in die Entwürfe eingearbeitet werden, können die Valleyer bei der zweiten öffentlichen Auslegung des neuen Flächennutzungsplans überprüfen.

Ihren grundsätzlichen Wunsch nach der Ortsumgehung hat die Gemeinde Aying derweil bereits beim Freistaat Bayern hinterlegt. Im „7. Ausbauplan für Staatsstraßen“ wird die Umgehung allerdings nur mit „nachgestellter Dringlichkeit“ geführt. Noch steckt das Vorhaben also in den Kinderschuhen. Den Zeitraum, bis die Planungen konkret werden könnten, schätzt Hallmannsecker auf mindestens zehn Jahre. „Und es ist noch lange nicht gesagt, dass dann auch alle Grundbesitzer ihre Grundstücke verkaufen.“

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