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Die Klangbaustelle mit Willi Schmotz zeugte vom Können der jungen Musikerinnen. Bei den Valleyer Kulturtagen war für ein weitgefächertes Programm gesorgt.  

Alle Veranstaltungen ausverkauft 

Valleyer Kulturtage: eine Mischung mit Tiefgang

In Valley ist es wunderbar „anders“. So gerieten die Kulturtage unter diesem Motto zu einer bunten Mixtur, die den Valleyern und ihren Gästen viel Spaß machte. 

Valley Das Eröffnungskonzert am Freitagabend machte Appetit auf die gesamten drei Kulturtage. Und zeigte getreu dem Motto „Schee anders“ schon einmal, in welche Richtung es gehen sollte. Oder besser gesagt, in welche Richtungen. Schließlich war das Programm weit gefächert.

Um es bieten zu können, schien das ganze Dorf auf den Beinen zu sein. Denn auch das ist anders bei den Valleyern: Sie stemmten das gesamte Programm in eigener Regie. Künstler von außerhalb engagieren? Gar nicht nötig. Qualitativ Beachtliches entsteht genug vor Ort.

Gut, die Partnergemeinde Fontanella gehört quasi zu Valley. Und so beteiligten sich auch einige Italiener an der Werkschau. Und als Gäste jodelten Schweizer bei „Appenzell trifft Bayern“ auf Einladung von Reinhard Klamet. Auch Kulturschaffende aus der Region zog es nach Valley. In sein Zentrum. Denn heuer spielten sich die Kulturtage in erster Linie rund um den frisch renovierten Schlossplatz ab.

Eine Ausnahme war der Werkstatt-Groove bei den Brunners in Unterdarching. Das Motto „anders“ spiegelte sich in allen Sparten wider. So galt für die Musik: Vielfalt pur. Heimatliche Klänge tanzten mit internationalen. In der Zollinger Halle bejubelte das Publikum „Georgia on my mind“. Es klang spektakulär dank Agnes Schlaghaufers Stimme, umhüllte mit weichem warmem Klang. Heimelig war die Halle und doch ein Schmelztiegel. Da war eine voluminöse Version von Lady Gagas „Pokerface“ zu hören, dazwischen zeigte der Männergesangverein, was in ihm steckt. Ebenso der Nachwuchs an Harfe und Zither. In kleinerem Rahmen spielten Schlaghaufer und ihre Kollegen von Drei d’Accord nach dem Eröffnungskonzert übrigens weiter, denn „der Abend ist noch jung, für uns alle“. Darum noch ein Michael Jackson Best of. „Billy Jean“. „Man in the mirror“.

Den Abschluss der Kulturtage bildete Helena Snelas Vortrag „Leben bis zuletzt“. Und so verschieden die Programmpunkte auch waren: Es passte bestens zusammen. Eine Mischung mit Tiefgang: Dreigsang und Soul, Gaudi an der Bar und Nachdenken übers Sterben.

Am Samstagnachmittag saßen Besucher dicht an dicht auf der kleinen Treppe in den Keller des Schlossbräus. Treppenkino stand auf dem Programm, „von überraschender Qualität“, sagt Besucher Uli Frey. Nachwuchsfilmer Emil Ahlhelm zeigte einen Streifen, ebenso Nani Mahlo, zu deren Oeuvre Drehbücher für Serien wie Soko Leipzig gehören.

Apropos anders: Höchstens zwei Programmpunkte liefen heuer parallel. Mit der Resonanz ist Anja Gild vom Organisatorenteam rundum zufrieden. Alle Veranstaltungen waren ausverkauft: So viel Aufmerksamkeit hatten die Kulturtage noch nie.

Von Johanna Wieshammer

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