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Ein anderer tot, ein anderer schwer verletzt. So wurden die beiden Tiere von einem Landwirt aufgefunden.

Der eine kämpft ums Überleben

Zwei Falken landen auf Vogel-Todesfalle

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Sie suchten nur einen sicheren Landeplatz - einem Turmfalken kostete das das Leben, ein anderer kämpft ums Überleben. Eigentlich dürfte so etwas gar nicht mehr passieren:

Mitterdarching – Störche, Eulen, Bussarde oder Falken leben gefährlich. Berühren sie beim Anflug auf einen vermeintlich bequemen Ansitz mit ihren Schwingen ungesicherte Stromleitungen, fangen sie sich so oft tödliche Stromschläge ein.

Am Montag fand ein Landwirt bei Mäharbeiten unweit von Mitterdarching zwei solcher Stromschlag-Opfer. Er informierte den Valleyer Hans Riesenthal, der Erfahrung hat im Umgang mit Großvögeln. „Ein Falke lag tot im Feld, ein zweiter saß schwer verletzt nur wenige Schritte daneben“, berichtet Riesenthal. Beim toten Falken sei deutlicher Brandgeruch wahrnehmbar gewesen, „ein sicherer Hinweis, dass die beiden Vögel Opfer eines Stromschlages wurden“, glaubt der Valleyer.

Erstretter: Hans Riesenthal versorgt den überlebenden Falken.

Das verendete Tier lag direkt unter einem Strommasten auf dem Betonsockel. Den verletzten Turmfalken brachte Riesenthal in die Greifvogel-Auffangstation nach Otterfing zu Alfred Aigner. Der Greifvogel-Spezialist bestätigte den Verdacht. Der Stromschlag hat schwere Herzverletzungen verursacht, beide Fänge des Falken sind gelähmt. Spezialmedikamente sollen jetzt helfen. Ob der Turmfalke wieder genesen wird, ist unklar.

Besonders bitter für Aigner: Der tote Turmfalke ist ein alter Bekannter, Aigner selbst hatte den Falken einst behandelt und beringt. „Leider hatte der Vogel auch bei seiner zweiten Chance wenig Glück“, sagt Riesenthal.

„Netzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, Strommasten so zu isolieren, dass diese keine Gefahr für Vögel darstellen.“

Damit die beiden verunglückten Falken zumindest an diesem Masten bei Mitterdarching die letzten Stromschlag-Opfer bleiben, informierte Riesenthal den zuständigen Strombetreiber. „Netzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, Strommasten so zu isolieren, dass diese keine Gefahr für Vögel darstellen.“ Besagter Mast wird jetzt geprüft und nachgebessert.

Laut Statistik sterben in Deutschland noch immer 17 Prozent der Vögel durch Stromschläge auf ungesicherten Strommasten. Betroffen sind vor allem Großvogelarten. Die Neufassung des Bundesnaturschutzgesetzes von 2002 verpflichtet die Netzbetreiber, gefährliche Leitungen nachzurüsten und neue Leitungen so zu bauen, dass Vögel nicht mehr gefährdet sind. 

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