+
Ein eingespieltes Team: Seit zehn Jahren arbeiten (v. l.) Sarah Adelsberger, Maria Trömer und Monika Lehner als Betreuerinnen der Valleyer Kinderstube. Im Herbst 2017, als eine zweite Gruppe eröffnete, komplettierten drei weitere Kolleginnen das Team. Gemeinsam wird am Freitag das zehnjährige Bestehen gefeiert.

Zehn Jahre Kinderkrippe Valley

Wichtige Helfer für junge Familien

  • schließen

Kinderbetreuung vor dem Kindergarten – braucht’s das? In Valley? Anno 2008 hatten viele Zweifel, heute ist die gemeindliche Krippe an der Graf-Arco-Straße ein entscheidender Alltagshelfer für Familien. Zehn Jahre „Kinderstube“ – es gibt gute Gründe, warum das gut funktioniert.

Valley Die letzte offizielle Feierlichkeit liegt nicht lange zurück. Genau ein Jahr ist es her, als die Valleyer Krippe ihren Erweiterungsbau eröffnete. Fast eine halbe Million Euro hatte die Gemeinde investiert, um Platz zu schaffen für die dringend nötige zweite Gruppe. 30 Kinder können seitdem betreut werden, auf jetzt 460 Quadratmetern.

„Wir werden im laufenden Kita-Jahr alle Plätze brauchen“, sagt Leiterin Maria Trömer (40). Dass es trotzdem nicht eng wird in der Kinderstube, davon können sich am 28. September die Gäste einer kleinen Geburtstagsparty überzeugen: Kinder, Eltern, Betreuer, Gemeinde und einige Ehemalige stoßen an auf die ersten zehn Jahre.

Trömer verantwortet die Organisation der Kinderstube heute wie damals, als im September 2008 die Reise begann. „Wahnsinn, wie die Zeit vergeht“, sagt die 40-Jährige. Noch Altbürgermeister Josef Huber hatte die Weichen gestellt, damit der ehemalige Schulpavillon in eine Krippe umgebaut wird. Die Gemeinde entschied, Bau und Betrieb der Krippe selbst zu organisieren – anders als bei den beiden Kindergärten der Gemeinde, die von der Kirche getragen werden.

Der Umbau erwies sich als harte Nuss, bautechnische Auflagen führten zu Verzögerungen. Was zur Folge hatte, dass die Kinderstube provisorisch im 60er Bau der alten Schule starten musste. Erst im Sommer 2009 bezogen die Zwerge ihr neues, 160 Quadratmeter großes Domizil. Neben Trömer bauten Monika Lehner und Sarah Adelsberger die zunächst eingruppige Kinderstube mit auf. Wer hätte gedacht, dass das Trio zehn Jahre später noch immer zusammenarbeitet? Für eine Kita-Belegschaft eine sehr ungewöhnliche Personal-Konstanz. „Wir sind ein eingespieltes Kernteam“, sagt die Leiterin. Sicher mit ein Grund, warum sich die Kinderstube so prächtig entwickelte. Als im Herbst 2017 die zweite Gruppe eröffnete, kamen drei Kolleginnen hinzu.

Wie viele kleine Valleyer die Kinderstube schon besuchten, „das weiß ich gar nicht so genau“, gesteht Trömer, „es werden rund 80 gewesen sein.“ Die Schlagzahl wird sich mit der zweiten Gruppe erhöhen. „Die Valleyer bekommen wieder mehr Kinder“, sagt Trömer. Waren es anno 2008 etwa 30 Geburten pro Jahr, freuen sich die Gemeindebürger mittlerweile über durchschnittlich 45 Babys. „Wir haben viele Familien mit drei oder vier Kindern“, sagt die Kinderstuben-Leiterin. Längst nicht alle Valleyer Familien nutzen die Krippe. „Die Großeltern wohnen ja oft im Dorf und helfen“, sagt Trömer. „Ist doch schön, wenn das noch funktioniert.“ Die Gemeinde lege Wert darauf, dass die Kinderstube Familien-Strukturen unterstützt, ohne diese ersetzen zu müssen. Etwa die Hälfte der Kinder kommt nur an drei oder vier Tagen in die Betreuung. „Wir haben bewusst solche Buchungsmodelle im Angebot“, sagt Trömer, die auch nichts dagegen hätte, wenn es in der Gemeinde mehr Tagesmütter-Angebote gäbe. „Ich sehe da keine Konkurrenz. Es wäre eine zusätzliche Betreuungs-Alternative für die Eltern.“

Nur wenige Kinder bleiben bis zum offiziellen Dienstschluss um 16 Uhr. Die meisten werden eine Stunde früher geholt. „Wir stellen fest, dass wieder mehr Mütter in Teilzeit statt in Vollzeit arbeiten“, sagt Trömer. So bleibe mehr Zeit für die Familie. Kaum jemand fragt nach längeren Öffnungszeiten oder beklagt die dreiwöchige Sommerpause. „Mit den Eltern gab es nie größere Probleme“, freut sich die Leiterin.

Auf ein Geschenk zum zehnten Geburtstag freut sich das Team besonders: Im Garten soll ein Ahornbaum gepflanzt werden. Zur Eröffnung vor zehn Jahren war vor dem Eingang ein Welschnussbaum gesetzt worden. Lange blieb er ohne Früchte, ehe sich heuer erstmals Nüsse zeigten. Auch ein schönes Geschenk.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Frau will Tesla parken: E-Auto startet plötzlich durch und rast in Haus
Unfall mit Tesla: Dramatische Szenen spielten sich in einem Garten in Otterfing (Bayern) ab. Als eine Frau ihr Auto abstellen wollte, kam es zu einem Unglück.
Frau will Tesla parken: E-Auto startet plötzlich durch und rast in Haus
Sondengänger findet 27 Granaten: Polizei sprengt altes Kriegsgerät
Der Knall war am Montagabend im Umkreis von vielen Kilometern zu hören: Unweit der Autobahnrastanlage Holzkirchen-Nord der sprengte die Polizei um 21.40 Uhr ein dort …
Sondengänger findet 27 Granaten: Polizei sprengt altes Kriegsgerät
Haibike eines Schülers aus Bushäuschen in Schmidham gestohlen 
Sind in der Gemeinde Valley professionelle Radldiebe unterwegs? Von einem Bushäuschen in Schmidham ist das „Haibike“ eines Buben verschwunden. Im Umfeld fiel ein …
Haibike eines Schülers aus Bushäuschen in Schmidham gestohlen 
Radler (49) rutscht auf Kürbisfalle aus 
Weil Unbekannte offenbar mutwillig auf dem Radweg zwischen Weyarn und Mitterdarching Kürbisse zerschlugen, rutschte am Samstag ein Radler weg und verletzte sich dabei. …
Radler (49) rutscht auf Kürbisfalle aus 

Kommentare