Sein Lebenswerk hat nun eine Zukunft: Sixtus Lampl hat das Orgelzentrum Valley gegründet. Mit seiner Frau Inge und dem früheren Bürgermeister Andreas Hallmannsecker sitzt er der Stiftung vor.
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Sein Lebenswerk hat nun eine Zukunft: Sixtus Lampl hat das Orgelzentrum Valley gegründet. Mit seiner Frau Inge und dem früheren Bürgermeister Andreas Hallmannsecker sitzt er der Stiftung vor.

Durchbruch auf dem Weg zum Museum

Zukunft für ein Lebenswerk: Neue Stiftung sichert Orgelzentrum Valley

  • VonKatrin Hager
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Es ist der entscheidende Schritt, der die Zukunft des Orgelzentrums Valley auf ein solides Fundament stellt: Die Gründung der „Dr. Sixtus und Inge Lampl Stiftung“ ist geschafft. Der Umbau zum echten Museum rückt damit in greifbare Nähe.

Valley – Mit einer Orgelsammlung, die ihresgleichen weltweit sucht, Konzerten renommierter Künstler und Veranstaltungen mit namhaften Experten hat das Orgelzentrum in Valley Bedeutung weit über die Landkreisgrenzen hinaus gewonnen. Zu verdanken ist das dem Wirken von Sixtus Lampl und seiner Frau Inge als Hausherren im Alten Schloss Valley. Doch an ihrem persönlichen Engagement hängt bisher auch der Betrieb im einzigartigen Kultur- und Orgelzentrum. Und dessen Zukunft.

Der 79-Jährige, der Besucher selbst durch seine Sammlung führt, arbeitet deshalb schon seit Jahren darauf hin, sein Lebenswerk dauerhaft zu sichern. Seine Pfeifenorgelsammlung mit derzeit 24 bespielbar aufgebauten und rund 40 eingelagerten Instrumenten soll ein echtes Museum mit regulären Öffnungszeiten werden. Es soll einen zentralen, behindertengerechten Zugang samt Aufzug bekommen und einen neuen, großen Ausstellungsraum, der die Räume in Zollingerhalle, Bundwerkstadel und Altem Schloss ergänzt. Die Umbaupläne für diesen Verbindungsbau, der im Wesentlichen unterirdisch erfolgt, liegen genehmigt in der Schublade. Doch an der Finanzierung hakte es. Denn um öffentliche Zuschüsse für das Projekt erhalten zu können, brauchte es erst eine rechtsfähige Stiftung, die den Fortbestand sichert.

Stiftung sichert den Fortbestand des Kultur- und Orgelzentrums

Die gibt es nun: Die Regierung von Oberbayern hat die „Dr. Sixtus und Inge Lampl Stiftung“ nun anerkannt. Dem Vorstand sitzt neben Sixtus und Inge Lampl der frühere Valleyer Bürgermeister Andreas Hallmannsecker vor. Nachdem er als Bürgermeister im Mai 2020 in den Ruhestand ging, hat er Zeit, sich für das Kultur- und Orgelzentrum in seiner Heimatgemeinde einzusetzen: „Es wäre schade, wenn das Lebenswerk der Lampls nicht fortgeführt würde.“

Das Stiftungsvermögen über 300 000 Euro haben die Lampls selbst aufgebracht. Einige Formalien sind noch zu erledigen, doch die Stiftungsurkunde liegt bereits vor, erklärt Hallmannsecker. Am 8. August soll die konstituierende Sitzung stattfinden.

Nun können für den Umbau Fördermittel bewilligt werden

Ihren ersten offiziellen Auftritt hat die Stiftung am morgigen Mittwoch: Bei der Sitzung des Lenkungsausschusses der Leader-Aktionsgruppe (LAG) in der Zollingerhalle stellt sie ihren Antrag auf Fördermittel für den rund 890 000 Euro teuren Verbindungsbau vor. Die Hälfte davon sollen Leader-Mittel decken. Erst wenn der Förderbescheid vorliegt, darf die Stiftung die Arbeiten ausschreiben. Hallmannsecker hofft, dass das im September der Fall sein wird.

Dem Hausherrn selbst kann es kaum schnell genug gehen. Lampl hat die Zukunft seines „weltgrößten Orgelzentrums im Herzen Bayerns“ längst klar vor Augen, von Stummfilmvorstellungen, die an der Kinoorgel live intoniert werden, bis zur begehbaren Orgel, durch die die Besucher künftig die Zollingerhalle betreten: „Das gibt’s in der Form nirgends.“

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ag

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