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Dicht gedrängt stehen die Autos auf dem Pendler-Parkplatz am Otterfinger Bahnhof. Seitdem Holzkirchen für seine Stellflächen Gebühren verlangt, soll es hier noch enger geworden sein, hieß es im Gemeinderat.

Kaum noch Parkplätze am Bahnhof

Viel zu viele Autos

Otterfing - Immer mehr Autos drängen sich auf dem Parkplatz am Otterfinger Bahnhof: Der Gemeinderat glaubt den Grund für den neuen Ansturm zu kennen: Es könnte an der Nachbargemeinde Holzkirchen liegen.

Mangelware Parkplatz: Für Pendler wird die Suche nach einem freien Stellplatz am Bahnhof Otterfing zunehmend zu einem Lotteriespiel. „Vor allem seit der Markt Holzkirchen die Gebühren eingeführt hat, ist die Situation kritisch und der Parkplatz am Bahnhof immer voll“, sagte Michael Falkenhahn (SPD) jetzt im Gemeinderat.

Auch Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) ist das bekannt. Es habe schon Beschwerden von Bürgern gegeben. Derzeit beobachte die Verwaltung die Entwicklung. Eine Lösung, wie sich das Parkplatzproblem lösen ließe, gibt es laut Eglseder noch nicht. „Aber wir müssen über kurz oder lang auch über Parkplatzgebühren nachdenken.“ Sollte sich die Situation nicht entschärfen oder sogar weiter ausufern, werde im Gemeinderat wohl über das Thema diskutiert werden müssen.

Tatsächlich hat sich die Situation verschärft, seit die Autobesitzer in Holzkirchen zur Kasse gebeten werden. „Für die Gemeindebürger würde das Angebot an Stellplätzen voll ausreichen. Die meisten Nutzer aus der Gemeinde kommen ohnehin zu Fuß oder mit dem Radl. Wir schauen jetzt nach den Kennzeichen, um festzustellen, wie stark beispielsweise Nutzer aus dem benachbarten Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen dabei sind“, sagte der Rathauschef. Allerdings sei es nur schwer festzustellen, ob Holzkirchner nun nach Otterfing pendelten, um die neuen Parkplatzgebühren zu umgehen.

Nach Ansicht Eglseders wäre dies besonders ärgerlich, da die Gemeinde erst vor einigen Jahren den Grund von der Bahn gekauft hatte, um den Otterfingern mehr Stellflächen anbieten zu können. „Das Geld haben wir zum Wohl der Gemeindebürger ausgegeben.“

Wie eine Lösung aussehen könne, ob Gebühren in gleicher oder ähnlicher Höhe wie in Holzkirchen eingeführt würden, sei noch völlig ungewiss. „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht, auch in der Verwaltung gibt es noch keine Denkmodelle“, sagte der Bürgermeister. Entscheiden muss ohnehin der Gemeinderat.

Von Siegfried Niedergesäss

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