Straßenlampen in der Gemeinde Otterfing
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Die Straßenbeleuchtung in Otterfing soll heuer auf LED umgestellt werden.

Probeleuchten in der Sternstraße

Vor LED-Umstellung in Otterfing: Bayernwerk installiert Vorführ-Linie

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Otterfings Straßenlampen sollen heuer alle auf LED umgestellt werden. Den Anfang macht eine Vorführ-Linie.

Otterfing – 424 „Brennstellen“ über Otterfings Straßen und Wegen werden heuer umgerüstet: Das Bayerwerk stattet alle Straßenlampen der Gemeinde mit LED-Leuchtmitteln aus (wir berichteten). Die Gemeinde investiert rund 150 000 Euro (70 Prozent der Kosten), spart sich damit aber alljährlich rund 15 000 Euro Stromkosten. Um entscheiden zu können, ob 10-Watt-LEDs reichen oder ob es doch stärkere 17-Watt-Leuchtmittel sein sollten, installiert das Bayernwerk in der Sternstraße eine Vorführ-Linie.

Wie Rathaus-Geschäftsleiter Markus Stark in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erläuterte, geht es bei der Probebeleuchtung um die Frage, wie hell die Lampen leuchten. 17 Watt sind vorgeschlagen. „Bayernwerk stellt uns das aber frei“, erklärte Bürgermeister Michael Falkenhahn (SPD) auf Anfrage. Festgelegt ist lediglich ein insektenfreundliches, „warmweißes“ Licht (3000 Kelvin). Der Rathauschef geht davon aus, dass die Vorführ-LEDs in der Sternstraße im März oder April installiert sind. „Geplant ist, dass sich der Verkehrsausschuss das anschaut“, sagte Stark. Die gemeindeweite Umrüstung soll bis Ende Juni erfolgen. „So ist es vom Bayernwerk zugesagt“, sagte Falkenhahn.

Bei der Lichtstärke gehe es auch um das Sicherheitsgefühl der Bürger, erklärte der Bürgermeister. Ob 17 oder 10 Watt, das spiele bei den Anschaffungskosten kaum eine Rolle, „aber natürlich bei den Stromkosten“. Die Möglichkeit, die Varianten zu mischen, besteht laut Falkenhahn nicht: „Wir bekämen so sehr unruhige Lichtflächen.“

Wie Georg Schlickenrieder (CSU) anmerkte, gebe es kritische Stimmen aus der Bevölkerung, die fürchten, dass mit der LED-Umstellung auch Voraussetzungen geschaffen werden, um den neuen und umstrittenen Mobilfunkstandard 5 G via Straßenlampen in der Gemeinde aufzubauen. „Ich bin Laie, aber ist da was dran?“, wollte Schlickenrieder wissen. Der Bürgermeister schüttelte daraufhin den Kopf. „Mit Mobilfunk oder 5 G hat die LED-Umstellung nichts zu tun, da ist nichts geplant“, stellte Falkenhahn klar.

Schlickenrieder schob eine zweite Frage nach: Ob die nachgerüsteten Lampen auch als Ladestationen für E-Autos vorgesehen seien? Falkenhahn wusste davon nichts: „Und ich habe Zweifel, ob das technisch möglich wäre.“ Das Auto laden unter der Straßenlampe, diese Idee gefiel Gerhard Heimerer (CSU) nicht wirklich: „Oder wollen wir, dass die Leute auf der Straße parken?“

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