110 Jahre Trachtenverein Wall - Großes Feier-Programm
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Die Fahnenweihe 1914, sieben Jahre nach der Gründung. Im Hintergrund ist der Gasthof Mehringer zu sehen.
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Ehrentänze führten die Waller Trachtler bei ihrer 100-Jahr-Feier vor zehn Jahren auf. Im Kinder- und Jugendbereich ist der Verein laut dem Vorsitzenden Peter Huber gut aufgestellt.
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Sonntags-Gaudi: Nach der Kirche vergnügten sich die Trachtler in den 1940er Jahren.
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Fahnenweihe von 1914: Damals gab es den Verein sieben Jahre. Im Hintergrund ist der Gasthof Mehringer zu sehen.

Aus Tradition Theaterspieler

110 Jahre Trachtenverein Wall - Großes Fest-Programm

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Am Freitag und Sonntag, 9. und 11. Juni, feiert der Trachtenverein Wall sein 110-jähriges Bestehen. Am Wochenende wird richtig gefeiert. Das Festprogramm und die Vereinsgeschichte.

Wall – Details seien zwar nicht überliefert, sagt Erster Vorsitzender Peter Huber. Sicher aber ist: Am 7. Mai 1907 taten sich ein paar Bauern und Handwerker zusammen und gründeten den Gebirgstracht-Erhaltungsverein D’Höhastoana Wall. „Das waren vielleicht 15 Leute, nur Männer“, erzählt Huber. 1910 wurde der neue Verein dann in den Gau aufgenommen.

Am kommenden Wochenende feiert der Waller Trachtenverein sein 110-jähriges Bestehen. Obwohl eigentlich eine Feier im kleineren Kreise angedacht war, wird nun groß gefeiert. „Wir erwarten 400 Gäste“, sagt Huber. Denn viele Ortsvereine hätten ihr Kommen angesagt. „Das freut uns.“ Zumindest falle das Fest eine Nummer kleiner aus als das 100-Jährige vor zehn Jahren. Damals feierten die Trachtler fünf Tage lang. „Das war sehr anstrengend“, sagt Huber und lacht.

Der Verein wuchs nach der Gründung schnell. 1927 zählte er schon 114 Mitglieder, heute sind es 390. Während des Zweiten Weltkriegs litt der Verein etwas, erholte sich danach aber wieder. 1946 gab’s die nächste Generalversammlung, 1950 zelebrierte man die Fahnenweihe mit der renovierten Fahne. Doch die Waller blieben nicht lange allein. „Seit 1950 haben wir einen Patenverein“, erklärt Huber. Den Trachtenverein Thalham-Gotzing. Seither hält man zusammen, besucht sich gegenseitig bei Jahrtagen und so weiter. Fürs Feiern hatten die Trachtler immer schon viel übrig. So begingen sie ihr 75-Jähriges mit einem Wiagsog-Schneiden. Bei dieser Gaudi stehen zwei Mann an einer Säge – der eine auf der einen, der andere auf der anderen Seite – und zersägen einen Baumstamm. 2001 konnten die Mitglieder endlich ihr eigenes Vereinsheim einweihen. Davor hatten sie sich immer beim Gasthof Mehringer getroffen.

Eine große Tradition bei den Trachtlern aus Wall hat das Theaterspielen. „Das macht der Verein seit 1919“, weiß Huber. Auch der Theaterverein „Waller Brettlhupfer“ sei ein Sprössling des Vereins. Seither wechseln sich die beiden mit Auftritten im Gasthof Mehringer ab. Um den Trachtlernachwuchs sei es gut bestellt. Es gebe gute Plattlergruppen bei den Kindern und im Jugendbereich. Aber auch sonst gibt es viel zu tun. Alle vier Jahre stellen die Trachtler den Maibaum auf, sie haben auch eine eigene Blasmusik. Außerdem stehen stets die Wallfahrt nach Birkenstein, die Sonnwendfeier und das beliebte Weinfest auf dem Programm. Dieses findet heuer zum zehnten Mal statt: und zwar am 16. September.

Der Verein zeichnet sich durch ein treues Personal aus. „Ich bin erst der 16. Vorstand“, sagt Huber. Das sei nach 110 Jahren schon eine Kunst.

Das Programm:

Am Freitag, 9. Juni, beginnt ab 19.30 Uhr das Schupfenfest beim Lehner mit Tanz und „Sog schlong“. Die Blaskapelle Wall sorgt für Unterhaltung. Am Sonntag, 11. Juni, geht es weiter. Um 9 Uhr ist Treffpunkt zum Gruppenfoto beim Lehner, um 9.45 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug. Der Festgottesdienst startet um 10 Uhr, bei gutem Wetter im Schulhof, bei schlechtem in der Pfarrkirche St. Margareth. Hinterher zieht der Festzug – darunter vier Kutschen – zum Lehner, wo gemeinsam gegessen wird.

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