1. Startseite
  2. Lokales
  3. Holzkirchen
  4. Warngau

Am Sportplatz Warngau: LED-Technik löst alte Energiefresser ab

Erstellt:

Von: Katrin Hager

Kommentare

Am Sportplatz in Warngau soll die Flutlichtanlage mit sparsamer LED-Technik ausgerüstet werden. Der SV bekommt dafür einen Zuschuss der Gemeinde.
Am Sportplatz in Warngau soll die Flutlichtanlage mit sparsamer LED-Technik ausgerüstet werden. Der SV bekommt dafür einen Zuschuss der Gemeinde. © Thomas Plettenberg

Am Warngauer Sportplatz geht bald ein neues Licht auf: Die Flutlichtanlage wird auf sparsame LED-Technik umgerüstet. Der Gemeinderat hat dem Zuschussantrag des SV Warngau zugestimmt.

Warngau – Bislang leuchten Halogenstrahler die Fußballplätze des SV Warngau aus – nicht gerade ressourcen- und umweltschonend: Der Stromverbrauch summiere sich auf rund 2000 Euro im Jahr, erklärte SV-Vorsitzender Christian Schöllner in seinem Schreiben an die Gemeinde, das Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) im Gemeinderat verlas. Rund die Hälfte könnte der SV durch effizientere LED-Technik einsparen. Nicht der einzige Vorteil einer Umrüstung, wie Schöllner im Antrag ausführte: Hinzu komme die CO2-Einsparung, und LED-Leuchten hätten eine lange Lebensdauer von etwa 20 Jahren. Obendrein könne das gesamte Trainingsgelände flexibler genutzt werden. Denn die alten Leuchten seien zu klein dimensioniert und die Ausrichtung der Anlage zu den Plätzen sei bislang nicht optimal, hat ein Fachunternehmen dem Sportverein bescheinigt. Zumal die Anlage den aktuellen Vorschriften für den offiziellen Ligenbetrieb nicht mehr entspreche.

23.400 Euro übernimmt die Gemeinde

Die Kosten für die Demontage der alten Flutlichtanlage, die Materialbeschaffung und die Montage liege bei 36 000 Euro. Bereits abgezogen sind dabei Arbeiten, die die Sportler selbst übernehmen wollen, wie der Bürgermeister erklärte: die Verlegung von Erdkabeln, die Einrichtung eines Schaltschranks, der Einsatz einer Hebebühne und die Entsorgung der alten Leuchtmittel. Der Bund habe für die Umrüstung auf umweltfreundlichere Technik bereits einen Zuschuss in Höhe von 35 Prozent der förderfähigen Kosten bewilligt, führte der Vorsitzende im Antrag aus – blieben also 23 400 Euro zu finanzieren. Diese, bat der SV, möge die Gemeinde als Zuschuss für den Sportverein zu übernehmen und die fälligen Anschaffungskosten in Höhe von 36 000 Euro für den Sportverein vorzuschießen.

„Ich kann mir das gut vorstellen, dass wir das so mitgehen“, sagte Thurnhuber im Gemeinderat. „Die machen unheimlich viel für Kinder – das kostet, die verdienen daran nichts.“ Der Sportverein selbst, erklärte Thurnhuber, könne die Mittel für die Anlage nicht allein aufbringen: Aktuell stünden nur noch gut 12 000 Euro als Rücklagen auf dem Konto; dabei stehe ein Heizölkauf für rund 6000 Euro ins Haus.

Zuschussantrag stößt nicht nur auf Verständnis

Nicht bei allen im Gemeinderat stieß die Bitte des SV in dieser Form auf Verständnis. Max Bauer (FWG) monierte, ihm fehle ein Finanzierungsplan. Abzüglich der Förderung, meinte er, sei ja kein Zuschuss, sondern eine „Vollfinanzierung“ durch die Gemeinde beantragt. Dem entgegnete Thurnhuber, dass die 36 000 Euro der Restbetrag nach Abzug besagter Leistungen des SV seien. Aber auch eine Summe dieser Eigenleistungen hätte ihn interessiert, merkte Anton Bader (FWG) an.

Sepp Gschwendtner (FWG) hatte keine Zweifel am Handlungsbedarf: „Der Stromverbrauch da draußen ist brutal“, machte er klar, „das sollten wir unterstützen.“ Auch Johann Gillhuber (Draxlhamer Liste) plädierte dafür, Zuschuss und Vorleistung zu übernehmen, auch angesichts dessen, dass die Sportler früher jährlich einen Zuschuss beantragt hatten: „Die letzten vier Jahre hat der SV meines Wissens die 5000 Euro nicht mehr beantragt“, sagte er. Auch Engelfried Beilhack (CSU) sah keinen Grund, beim SV zu sparen, wenn er sehe, was andere Kommunen für ihre Sportvereine ausgäben. „Der SV macht super Arbeit“, fand Beilhack, „das ist es mir schon wert.“

Die Mehrheit des Gremiums sah das ebenso: Mit 11:2 stimmte der Gemeinderat dem Zuschussantrag zu.

ag

Auch interessant

Kommentare