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Unverändert steht der wuchtige Rohbau seit nun fünf Jahren am Fuß des Taubenbergs. Errichtet hat ihn ein Jagdpächter, jetzt gehört er Bauernvertreter Johann Hacklinger.

Erneut muss Gericht über Schuppen am Taubenberg entscheiden

Bauernvertreter kämpft um Schwarzbau

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Warngau - Nach dem Willen der Behörden soll der Schwarzbau am Fuße des Taubenbergs endlich weg. Doch da haben sie nicht mit der Hartnäckigkeit von Johann Hacklinger gerechnet, Kreisobmann der Bauern. 

Viel Freude hat sein neuer Besitz am Taubenberg dem Kreisobmann des Bauernverbands, Johann Hacklinger, bisher nicht gemacht. Das durfte er auch nicht erwarten. „Unsere Mitarbeiter haben Herrn Hacklinger von Anfang an gesagt, dass es für diesen Bau keine Privilegierung gibt“, meint Gerhard Brandl als Sprecher des Landratsamtes. Hacklinger selbst sieht das Ganze gelassen. „Das muss das Gericht entscheiden“, meint der Osterwarngauer Landwirt. Unterdessen könne er den Schuppen eben nicht nutzen.

 Der bietet seit nun fünf Jahren ein hässliches Bild in schöner Lage. Die wuchtige Konstruktion aus Beton und Holz steht am Fuße des Taubenbergs, gleich neben dem von Marterln umsäumten Wanderweg zur Kapelle Nüchternbrunn. Wie im Mai berichtet, hat Hacklinger den Rohbau in Erbpacht von Jagdpächter Siegfried Holzapfel übernommen. Der hatte den Bau als jagdlichen Geräteschuppen ohne Genehmigung hochgezogen. 

Dies im Glauben, er genieße als Jäger Privilegien, die auch Landwirte haben. Die Behörden hingegen stuften den Schuppen als Schwarzbau ein, völlig überdimensioniert für jagdliche Zwecke. Holzapfel klagte vor dem Verwaltungsgericht, unterlag aber schon im April 2012. Er hätte seinen halb fertigen Schuppen also abreißen müssen, was nicht ganz billig gekommen wäre. Die geschätzten Kosten für den Abriss liegen bei 25 000 Euro. 

Die Übergabe an Hacklinger sollte offenkundig die Rettung sein. Die Idee liegt auf der Hand: Weil Hacklinger Bauer ist und sein Betrieb nur 300 Meter Luftlinie entfernt, könnte ihm das Privileg zukommen, den Bau als Geräteschuppen zu nutzen. Das Amt für Landwirtschaft erteilte dem aber eine klare Absage. Die Fachbehörde lehne eine Privilegierung in diesem Fall klar ab, berichtet Brandl. Das Landratsamt habe den Abriss verfügt, Hacklinger klage dagegen vor dem Verwaltungsgericht. Einen Verhandlungstermin gebe es noch nicht.

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