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Ferien-Baustelle: Die Warngauer Schule wird mit moderner Brandschutz-Technik nachgerüstet.

330.000 Euro für Schule in Warngau

Brandschutz: Bürgermeister darf ohne Gemeinderat bauen

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Die Bauarbeiten sollen möglichst während der Sommerferien erledigt werden. Deshalb hat der Warngauer Gemeinderat Bürgermeister Thurnhuber nun eine Vollmacht erteilt.

Warngau – Es tut weh, aber es muss sein: Rund.330 000 Euro investiert die Gemeinde Warngau in diesem Sommer, um den Brandschutz in der Warngauer Schule nachzurüsten. Als vielleicht markanteste Maßnahme wird eine Fluchttreppe angebaut, die im Falle des Falles einen zweiten Fluchtweg ermöglicht.

Um die Arbeiten möglichst auf die Sommerferien beschränken zu können und keine Zeit zu verlieren, bekam Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) jetzt vom Gemeinderat die Vollmacht, die einzelnen Gewerke selbstständig vergeben zu können – ohne zeitlich aufwendige Gemeinderats-Sitzungen. Der Beschluss fiel einstimmig. „Bei Bau des Kindergartens und des Horts haben wir das ja auch schon praktiziert“, sagte Thurnhuber, „es geht dann einfach deutlich schneller.“

Die Vollmacht ist allerdings kein Freibrief für den Rathauschef, wie dieser betonte. Auf Nachfrage von Christian Triendl (Grüne) erklärte Thurnhuber, dass der Gemeinderat auf jeden Fall konsultiert werde, wenn nur ein Angebot für ein bestimmtes Gewerk abgegeben werde oder falls das wirtschaftlichste Angebot über 30 Prozent höher ausfalle als die Kostenschätzung des Planers. „Dann muss das Ganze doch noch in den Gemeinderat.“ Jakob Weiland (CSU) hofft, dass das nicht der Fall sein wird. „Das würde für uns heißen, dass wir im August extra zu einer Sitzung hier rein müssen.“

Läuft alles nach Plan, rücken die ersten Handwerker an, sobald die Schüler am 28. Juli in die Ferien entschwunden sind. Noch vor Beginn des neuen Schuljahres am 11. September soll mindestens das Gros der Arbeiten erledigt sein. „Unser Ziel ist, den Schulbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen“, sagte der Bürgermeister.

Das Gebäude bekommt unter anderem zusätzliche Mauern, moderne Brandschutztüren, eine spezielle Sicherheitsbeleuchtung und eine Gefahren-Meldeanlage. Die Fluchttreppe aus Eisen wird an der Westfassade der Schule montiert.  avh

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