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Schnelles Internet gibt's bald auch in den kleinsten Weilern.

Schnell bis in die kleinsten Weiler

Breitband-Ausbau vom Taubenberg bis an die Mangfall

Warngau – Die Gemeinde setzt ihren Breitbandausbau fort. Sogar in Dörfern und Weilern wie Einhaus und Allhöfe oder Hummelsberg gibt's bald schnelles Internet.

Zügig surfen, E-Mails mit großen Anhängen sekundenschnell verschicken und gleichzeitig Musik streamen oder via Internet fernsehen: Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download sind dafür schon vorteilhaft. Doch davon können viele ländliche Gebiete nur träumen. Das gilt allerdings nicht für Warngau. Die Gemeinde hat im Zuge der Breitbandinitiative schon früh mit Hochdruck am Ausbau gearbeitet. Nun kann sie ihren Bürgern sogar bis zu 200 Mbit/s bieten – und zwar nicht nur in „Hotspots“ in den größten zusammenhängenden Ortsteilen oder Gewerbegebieten. Sogar in Dörfern wie Einhaus und Weilern wie Allhöfe oder Hummelsberg sind bald solche Bandbreiten drin – je nach Entfernung zum nächsten Verteilerkasten. Die Gemeinde hat mit der Deutschen Telekom nun den Kooperationsvertrag für einen weiteren DSL-Ausbauschritt im Rahmen der Breitbandinitiative geschlossen. 

Rund 730 000 Euro kostet das Paket für das südwestliche Gemeindegebiet, der Freistaat bezuschusst es mit 70 Prozent (513 000 Euro). 152 Haushalten steht damit binnen Jahresfrist eine Bandbreite von 100 Mbit/s zur Verfügung, stellenweise bis zu 200 Mbit/s. In besagten Ortsteilen, aber auch zum Beispiel bei Schmerold, Lehner und einer ganzen Reihe Einzelgehöfte.

Die Abgeschiedenheit einiger Höfe in Hinterberg Richtung Gotzing macht die Erschließung mit DSL technisch sogar einfacher: Die Häuser bekommen Glasfaser direkt ins Haus – nicht über Erdkabel, sondern über die bestehende Oberleitung, erklärt Kämmerer Anton Kaunzner, der im Rathaus die Breitbanderschließung koordiniert. Die Telekom, die sich bei der Ausschreibung durchsetzte, hat vertragsgemäß ein Jahr Zeit, dann müssen die Bandbreiten den Bürgern technisch zur Verfügung stehen. „In der heutigen Zeit ist schnelles Internet ein wichtiger Standortfaktor“, sagt Bürgermeister Klaus Thurnhuber.

Die Telekom steige nun in die Feinplanung für den Ausbau vom südlichen Taubenberg bis an die Mangfall ein, teilt das Unternehmen mit. Rund 30 Kilometer Glasfaserkabel werden verlegt. „Wir werden beim Ausbau neueste Internet-Technik verwenden und Warngau damit zukunftssicher machen“, sagt Norbert Kreier als Regiomanager der Telekom Deutschland GmbH. Um die Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegen zu können, braucht das Unternehmen eine Einverständniserklärung des jeweiligen Eigentümers. Die Hausbesitzer in dem betreffenden Gebiet werden diesbezüglich von der Telekom und der Gemeinde rechtzeitig und konkret im Vorfeld informiert.

Im ganzen Gemeindegebiet Warngau gibt es damit nur noch einen einzigen weißen Fleck, sagt der Bürgermeister: Tannried mit zwei Höfen und einem Wohnhaus. Von dort sei allerdings bisher im Zuge der Bedarfsermittlung nie Interesse angemeldet worden.

Auch wenn dies der vorerst letzte Ausbauschritt ist: In den bereits erschlossenen Gebieten wird über kurz oder lang aufgerüstet werden müssen. Oder wie es Kaunzner ausdrückt: „Nach dem Ausbau ist vor dem Ausbau.“  

ag

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