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Rede und Antwort stand Bürgermeister Klaus Thurnhuber.

Bürgerversammlung in Warngau

Wasserstandsmeldungen vom Bürgermeister

Unbeschrankte Bahnübergänge, kommunaler Wohnungsbau, Flüchtlinge: Diverse Wasserstandsmeldungen direkt vom Bürgermeister gab‘s am Donnerstag bei der Bürgerversammlung in Warngau. 

Bei der Bürgerversammlung im Warngauer Gasthof Zur Post brachte Bürgermeister Klaus Thurnhuber die rund 70 Besucher auch bei einigen weiteren Themen auf den aktuellen Stand. Der Rathauschef bekräftigte die Entscheidung der Gemeinde, insgesamt eine Million Euro für ihren Kostenanteil an der Nachrüstung von Halbschranken an vier unbeschrankten Bahnübergängen zu reservieren – und Druck zu machen. „Die DB Netz AG sagt, Thann wird nur gemacht, wenn Lochham schließt, und der Bahnübergang Piesenkam nur, wenn Tannried schließt – das lasse ich mir nicht gefallen“, schimpfte Thurnhuber. „Uns wird vorgehalten, wir sollen uns nicht so haben, andere Gemeinden machen’s doch auch.“ Thurnhuber verwies auf Valley: „Da war ein Kiesweg für einen Landwirt betroffen, der jetzt 150 Meter Umweg hat – aber bei uns sind das asphaltierte Gemeindestraßen. Diese Infrastruktur brauchen wir auf dem Land.“ Demnächst werde es ein Gespräch geben, kündigte er an.

Mit Verzögerung starte der kommunale Wohnungsbau in Osterwarngau, wo das frühere Lehrerhaus durch einen Neubau mit sechs günstigen Mietwohnungen ersetzt wird. Der Baubeginn sei Mitte bis Ende August geplant, die Fertigstellung für Mitte 2019 – also nicht so flott, wie die Gemeinde gehofft hatte. Das liege an Nachforderungen für die Planung durch die Regierung von Oberbayern; 30 Prozent der Kosten (etwa 800.000 Euro insgesamt) übernimmt der Staat.

Derweil sucht die Gemeinde auch dringend Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge: für zwei Familien mit sieben beziehungsweise fünf Mitgliedern sowie fünf Einzelpersonen. Derzeit leben in Warngau 52 Flüchtlinge und Asylbewerber aus zwölf Nationen, davon 46 in der Sammelunterkunft – darunter wiederum sieben Kinder. 15 Personen haben eine Arbeitsstelle, elf Schüler besuchen die Berufsschule. Thurnhuber dankte dem Helferkreis Asyl für sein Engagement.

Katrin Hager

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