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Vorfreude auf 2022: Die Führungsriege des Burschenvereins Oster- und Oberwarngau muss ein neues Jubiläumsprogramm auf die Beine stellen. Unser Bild zeigt (v. l.) Korbinian Thurnhuber (Erster Fähnrich), Nikolaus Gschwendtner (Zweiter Fähnrich), Valentin Schwatzer (Vorsitzender), Christian Bichler (Schriftführer), Marinus Rutz (Zweiter Vorsitzender), Lukas Liegl (Erster Kassier) und Christoph Hainz (Zweiter Kassier).

Jubiläumsfest musste coronabedingt ausfallen  

Burschenverein findet neuen Termin: Auf ein Neues im Mai 2022

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Corona ist unerbittlich: Die Festtage zum 50-jährigen Bestehen des Burschenvereins Oster-Oberwarngau, die an diesem ersten Juni-Wochenende stattgefunden hätten, fielen der Pandemie zum Opfer. Ein neuer Termin lässt Vorfreude zu, erfordert aber etwas Geduld. 

Warngau – Bis zu 1500 lustige Leute in einem Zelt, vier Tage hintereinander, alle selbstverständlich unmaskiert, weil im Sommer ja kein Fasching ist: Was vor einem Jahr nach großer Gaudi klang und einer der Veranstaltungs-Höhepunkte 2020 in der Gemeinde Warngau hätte werden können, steht im Frühsommer 2020 unter gänzlich anderen Vorzeichen. Corona kam ins Land und hat auch dem lange geplanten Burschenfest in Warngau den Garaus gemacht. Doch die Vorfreude nimmt einen zweiten, längeren Anlauf: Das Jubiläum soll jetzt 2022 nachgeholt werden.

Die Festivitäten zum 50-jährigen Bestehen des Burschenvereins Oster-Oberwarngau hätten am gestrigen Donnerstag starten sollen, gekrönt vom Festsonntag am 7. Juni. „Erst haben wir noch überlegt, ob wir uns den Schuh anziehen, das Fest mit allen zu erwartenden Auflagen durchzuziehen“, sagt Burschenvorstand Valentin Schwatzer, „dann hat uns die Politik die Entscheidung abgenommen.“ Mitte April verbot die Bundesregierung alle Großveranstaltungen bis Ende August. „Und das war’s dann für uns“, sagt der 23-Jährige.

Drei Jahre Vorbereitung waren umsonst

Drei Jahre Vorbereitung waren für die Katz. „Die Verträge mit den Partnern hatten wir ja längst geschlossen“, berichtet Schwatzer. Gleich zum Auftakt hätte die Kabaretttruppe „Da Huawa, da Meier und I“ das Zelt gefüllt. Viele Karten waren schon verkauft. „Die können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen wieder zurückgegeben werden“, sagt Schwatzer. Das weitere Programm sah ein Bier- und Weinfest mit Tanzlmusi am Freitag vor, am Samstag war ein Burschen- und Dirndl-Seilziehen geplant. Nach dem Festsonntag hätte eine Agrarausstellung am Montag den Reigen beendet.

Mit Jammern wollen sich die Burschen nicht lange aufhalten. Für Werbe-Plakate und Bauzaun-Banner gingen zwar rund 1500 Euro drauf. „Aber es hätte schlimmer können“, sagt Schwatzer, „das ist verschmerzbar.“ Und sowieso richte sich der Blick schon nach vorne: Das 50-jährige Bestehen des Vereins wird in zwei Jahren nachgeholt; gefeiert werden soll vom 19. bis 23. Mai 2022. Das Datum steht fest. „Vielleicht schon mal ein Trost für alle.“

„Wir wollen niemandem das Geschäft wegnehmen“

Warum erst in zwei Jahren und nicht nächstes Jahr? „Coronabedingt verschiebt jeder sein 2020er Fest auf 2021“, sagt Schwatzer. Dazu kommen nächstes Jahr die 21er Jubiläen und die regulären Feste. „Da ist das Gedränge groß“, sagt der 23-Jährige, „deswegen warten wir halt gleich bis 2022, wir wollen ja niemandem das Geschäft wegnehmen.“ Das Warngauer Burschenfest eröffnet damit die Festsaison 2022 im Landkreis-Norden. Danach folgen im jeweils einwöchigen Abstand das Frühlingsfest Holzkirchen und das Pfingstfest in Darching.

Grundsätzlich planen die Burschen eine ähnliche Struktur wie für 2020. Einen Kabarett-Abend soll es geben. „Mal schauen, wen wir kriegen“, sagt Schwatzer. Mit „Da Huawa, da Meier und I“ stehe man in Kontakt. Auch ein Spanferkel-Essen für Firmen ist angedacht. Die Vorbereitungen laufen, sagt der Burschenchef. Das große Festzelt wird wie gewohnt oben am Kapellenfeld stehen.

Ob Corona heuer im Herbst vielleicht doch noch eine kleinere Veranstaltung zulässt im Jubiläumsjahr? Laut Schwatzer plant der Verein wieder ein Bergfeuer zwischen Ober- und Osterwarngau. „Das kam im vergangenen Jahr sehr gut an.“ Es wäre eine Freiluft-Veranstaltung. Zwar wetterabhängig, aber womöglich coronatauglich. „Wenn’s machbar ist, stellen wir das auf die Beine“, verspricht der Burschenchef.

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