1. Startseite
  2. Lokales
  3. Holzkirchen
  4. Warngau

Corona: Bürgermeister nach AstraZeneca-Erstimpfung infiziert - Ausbruch in Rathaus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andreas Höger

Kommentare

Klaus Thurnhuber
Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber ist an Corona erkrankt. © Thomas Plettenberg

In Warngau hat das Coronavirus zugeschlagen: Es erwischte unter anderem Bürgermeister Klaus Thurnhuber (57). Er wurde vor Kurzem gegen das Virus geimpft.

Update 24. März: Corona ist erst mal ausgestanden im Warngauer Rathaus: Der Bürgermeister und weitere Mitarbeiter, die an Covid-19 erkrankt waren, sind wieder zurück im Amt. So geht es ihm und den Mitarbeitern des Rathauses.

Warngau - Die Inzidenzwerte im Landkreis Miesbach sind nicht besonders hoch, doch das Corona-Virus verbreitet sich weiter und kann offenbar auch Hygienekonzepte überlisten. So geschehen im Warngauer Rathaus. Wie Christine Fürst von der Gemeindeverwaltung am Montag (8. März) auf Anfrage mitteilte, wurden Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) sowie zwei Angestellte des Bauamts und des Einwohnermeldeamts Ende vergangener Woche positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 des Coronavirus getestet. Alle drei befinden sich in Quarantäne, leiden aber nicht unter schweren Symptomen, wie Fürst erklärte.

Die restlichen sieben Rathaus-Mitarbeiter unterzogen sich am Freitag (5. März) einem PCR-Test. „Alle waren ohne Befund“, sagte Fürst. Regelmäßige Schnelltests sollen die Entwicklung unter Kontrolle halten. „Wir sind in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsamt“, sagt Fürst.

Corona in Bayern: Sitzung des Warngauer Gemeinderats verschoben - Bürgermeister infiziert

Die Büros der Gemeindeverwaltung seien nach wie vor telefonisch oder via Email erreichbar, betont Fürst, „auf Besuche im Rathaus bitten wir derzeit zu verzichten“. Die am heutigen Dienstag angesetzte Sitzung des Gemeinderats wurde auf 23. März verschoben.

Die drei positiv auf Corona Getesteten bleiben voraussichtlich bis 19. März in häuslicher Quarantäne. „Auch in der Familie habe ich mich weitgehend isoliert“, berichtet Thurnhuber auf Anfrage. Bemerkbar machten sich leichte Erkältungssymptome, dazu etwas Müdigkeit, Gliederschmerzen und der Verlust des Geschmackssinns.

Video: Todeszahl sinkt: Impfkampagne in Deutschland zeigt erste Erfolge

Corona-Infektion im Warngauer Rathaus: „Das Virus kommt offenbar schnell weiter“

„Wo ich mich angesteckt habe, weiß ich nicht“, versichert der Rathauschef. Termine im Rathaus seien stets mit Abstandsregeln und Hygienekonzept abgehalten worden. „Das Virus kommt scheinbar schnell weiter“, warnt Thurnhuber. Ihn konnte auch eine erste Impfung nicht schützen. Am 23. Februar hatte der Bürgermeister eine AstraZeneca-Injektion bekommen: „Der Impftermin wurde mir kurzfristig angeboten, weil viele den Astra-Impfstoff abgelehnt haben.“

Bis sich nach der Erstimpfung eine Teilimmunisierung aufbaut, dauert es zwei bis drei Wochen. Bekanntermaßen schützt die Corona-Erstimpfung mit AstraZeneca nicht zwingend vor einer Ansteckung, sehr wohl aber vor einem mittleren bis schweren Verlauf. Thurnhuber hatte also durchaus Glück, noch rechtzeitig geimpft worden zu sein.

Thurnhuber hatte sich im Sommer 2019 bei einer Stierattacke auf seinem Bio-Bauernhof lebensgefährliche Verletzungen zugezogen, lag viele Wochen im Koma, kämpfte sich aber kurz vor der Kommunalwahl 2020 zurück und wurde prompt wiedergewählt.

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Holzkirchen-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare