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Endlich wieder angeschlossen: Die Taubenbergstraße als Ostast der Kreisstraße MB 19 mündet seit gestern wieder in die B 318 und wurde gleich genutzt. 

Nach Ärger über Verzögerung bei Tieferlegung

Dauerbaustelle B318: Geteiltes Warngau hat wenigstens wieder Verbindung

Nach dem Ärger über die Verzögerung bei der Tieferlegung der B318 in Warngau ist wenigstens der Knoten geplatzt: Der geteilte Ort hat wieder eine Verbindung.

Warngau– Der Verkehr kann wieder fließen: In den vergangenen beiden Tagen sind die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, dass der Ostast der Kreisstraße MB 19, die Taubenbergstraße, nach gut einem Jahr als Sackgasse an der Tieferlegung der B 318endlich an die Behelfsfahrbahn angeschlossen werden kann. Das teilte Bürgermeister Klaus Thurnhuber gestern Abend gleich nach einem Ortstermin auf der Baustelle gegenüber unserer Zeitung mit. Am Montag war die Fahrbahn asphaltiert worden, gestern wurden Restarbeiten und Markierung erledigt. „Wir sind sehr froh“, gesteht der Rathauschef. Nach dem Wintereinbruch mit Schneefall und Minusgraden hatte er schon befürchtet, dass es mit der Übergangslösung heuer vielleicht doch nicht mehr klappt.

Diese hatte die Gemeinde wie berichtet mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim vereinbart, weil die Baustelle in Verzug geraten ist. Die Entwässerung war anhand der Bodenuntersuchung dimensioniert worden – allen Erfahrungen der Warngauer mit dem Mausloch zum Trotz. Ein heftiger Regenguss heuer im Sommer offenbarte, dass die Entwässerung zu klein dimensioniert ist, die Planer mussten nachbessern. „Man muss sagen: zum Glück – denn was wäre los, wenn die Bundesstraße künftig ein paar Tage im Jahr gesperrt werden muss, weil sie unter Wasser steht?“, sagt Thurnhuber. 

Die geplante Verkehrsfreigabe, die für diesen November anvisiert war, verschob sich dadurch auf Mitte 2018. Die Geduld der Warngauer, die die Baustelle bislang klaglos ertrugen, weil sie künftig auf weniger Beeinträchtigungen von der B 318 hoffen können, ging zur Neige – vor allem die der Ladenbesitzer, die den fehlenden Durchgangsverkehr am sinkenden Umsatz zu spüren bekamen. Gerade das Lebensmittelgeschäft direkt an der Taubenbergstraße war von sämtlichen Verkehrsströmen abgeschnitten.

Wenn die Bauarbeiten voranschreiten, wird die Einmündung zwar zeitweise wieder gesperrt werden müssen – aber eben nicht monatelang durchgehend. „Die Baufirmen wollen nach den Weihnachtsferien auch gleich am 8. Januar wieder weitermachen und dann mit der Entwässerung an der Nordseite beginnen“, berichtet Thurnhuber. Aber das hänge eben auch vom Wetter ab.

Was in aufgeregten Berichten einiger überregionaler Medien zuletzt gar nicht erwähnt wurde: Die Gemeinde hatte jahrzehntelang um die Tieferlegung der B318 gekämpft, bis der Durchbruch gelang und 2014 auch Baurecht für das Großprojekt vorlag. Anwohner der vielbefahrenen Bundesstraße zwischen der Autobahn A8 und dem Tegernseer Tal setzen in diese Baumaßnahme große Hoffnungen. Der Bund wollte mit dem kreuzungsfreien Umbau vorrangig einen Unfallschwerpunkt beseitigen - die erwartete Lärmminderung ist für ihn ein Nebeneffekt.

Katrin Hager

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