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Der einzige Weg über die Schneise: Nur Fußgänger können derzeit die Baustelle an der B 318 in Warngau überqueren. Wegen der Verzögerungen hat Bürgermeister Klaus Thurnhuber nun eine intelligente Ampel für Autos angeregt. 

Unmut wegen Verzögerungen groß

Dauerbaustelle B318: Intelligente Ampel für Autos wird geprüft

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Die Verzögerung bei den Bauarbeiten an der B 318 macht nicht nur Autofahrern, sondern auch Geschäftsleuten schwer zu schaffen. Der Bürgermeister bemüht sich um eine Übergangslösung.

Warngau – Im geteilten Ort rumort es gewaltig. Nach einem Jahr Großbaustelle an der B 318 haben die Warngauer langsam aber sicher die Nase voll von der Schneise durch ihre Gemeinde. Umso größer war der Schock, als das Straßenbauamt Ende September eine monatelange Verzögerung wegen des nicht ausreichend dimensionierten Entwässerungssystem einräumte. Die Warngauer seien lange geduldig gewesen, sagte Bürgermeister Klaus Thurnhuber nun im Gemeinderat. „Jetzt läuft das Fassl aber bald über. Das spüre ich.“

Wie berichtet, hätte die tiefergelegte Trasse eigentlich im Herbst für den Verkehr freigegeben werden sollen – und damit auch die neue Grünbrücke für die Kreisstraße MB 19. Das Straßenbauamt lässt derzeit eine Nachrüstung prüfen. Weil ab Mitte November eine Asphaltierung nicht mehr möglich ist, rechnet die Behörde damit, dass sich die Fertigstellung auf 2018 verschiebt.

Der Unmut war am Ratstisch deutlich zu spüren. „Wir haben immer wieder auf diese Problematik hingewiesen“, schimpfte Anton Bader (FW). Die Ingenieure hätten dies einfach ignoriert. „Das stinkt mir, weil wir baden das jetzt aus“, wetterte Bader. Im Ort würden viele Gerüchte über die Dauer der Verzögerung kursieren. Für Aufklärung konnte selbst der Bürgermeister nicht sorgen. Bislang habe das Straßenbauamt keinen neuen Zeitplan mitgeteilt, sagte Thurnhuber. An Spekulationen wolle er sich nicht beteiligen. Sobald er Fakten vorliegen habe, werde er diese unverzüglich weiterleiten.

Eine Bürgerversammlung sei dafür der richtige Rahmen, meinte Marlene Hupfauer (FW). Die sei bei diesem Thema ohnehin mal wieder angebracht. Vor allem unter den Geschäftsleuten sei die Stimmung schlecht. Durch die weiträumige Umfahrung der Baustelle würden viele Warngauer lieber gleich im dann nahe gelegenen Holzkirchen einkaufen. „Was sie damit auslösen, ist vielen nicht bewusst“, sagte Hupfauer. Die ortsansässigen Läden würden Einbußen verspüren, teilweise werde auch schon über Personalausstellungen nachgedacht. Thurnhuber nahm diesen Ball dankbar auf. Auch er appellierte an das Bewusstsein der Bürger. „Wir sind froh und dankbar für unsere Einkaufs-Infrastruktur“, sagte er. „Und wir wollen, dass wir die auch nach der Baustelle noch haben.“

Auch wenn er noch keinen Termin für die Wiedervereinigung Warngaus nennen konnte: Thurnhuber will sich für eine Übergangslösung stark machen. Dazu habe er Straßenbauamt und Landratsamt eine intelligente Ampelschaltung vorgeschlagen, erklärte er. Die Anzahl der Rotphasen auf der B 318 soll sich dabei nach den wartenden Autos auf der Kreisstraße richten. „Wir wollen keine weiteren Staus verursachen“, betont Thurnhuber auf Nachfrage unserer Zeitung. Ob und wann die Lösung umgesetzt wird, ist noch offen. Das Thema sei derzeit in der Prüfungsschleife.

Dringenden Nachbesserungsbedarf sieht Thurnhuber bei der Fußgängerampel. Immer wieder komme es vor, dass Autofahrer in der Baustelle das Rotsignal ignorieren und dadurch die Passanten gefährden. Der Bürgermeister setzt auf verstärkte Kontrollen der Polizei. „Wenn mal ein paar Führerscheine gezwickt wurden, spricht sich das schon herum.“

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