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Die brenzlige Lage wird entschärft: Die Container am Feuerwehrhaus sollen weichen, dafür wird die Beschilderung des Halteverbots nachgebessert.

Falschparker blockieren Warngauer Truppe beim Ausrücken

Freie Fahrt für die Feuerwehr: Ist das die Lösung?

Falschparker sorgen in Warngau immer wieder für brenzlige Situationen: Sie blockieren die Feuerwehr beim Ausrücken. Jetzt handelt die Gemeinde - ob‘s mit dieser Lösung endlich klappt? 

Warngau– Mit „Fehlparkern“ vor dem Gerätehaus hat die Freiwillige Feuerwehr Warngau ihre liebe Not. Schon mehrmals kam es vor, dass die Truppe um Kommandant Hans Eder im Ernstfall nicht sofort ausrücken konnte, zuletzt bei einem Großbrand Anfang März: Parkende Fahrzeuge blockierten den Vorplatz. Ein Problem, mit dem die Feuerwehr Warngau nicht allein ist. Jetzt gibt’s eine Lösung, berichtete Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) am Dienstagabend dem Gemeinderat – hoffentlich.

Bekanntgeworden war das Problem mit Falschparkern im Zuge der Debatte um einen Aus- oder auch Neubau des Feuerwehrhauses. Wie Thurnhuber nun informierte, hat die Gemeinde die Polizei zurategezogen. Ein vermehrter Einsatz des Kommunalen Dienstleistungszentrums zur Verkehrsüberwachung, wie Anton Bader (FWG) angeregt hatte, scheint nicht tauglich: Die Kontrollen wären zu punktuell. Die Polizei bemerkte derweil Nachbesserungsbedarf. Auf dem Platz vorm Feuerwehrhaus ist ein absolutes Halteverbot ausgewiesen – allerdings wird dieses durch den Müllcontainerstandort gewissermaßen konterkariert. Die Container der Vivo sollen deshalb einen neuen Standort bekommen: neben dem Heizkraftwerk der Gemeinde am Kapellenfeld. Und: „Die Polizei fordert eine unmissverständliche Beschilderung“, erläuterte der Bürgermeister. Dann kann sie hart durchgreifen und Falschparker zur Kasse bitten und abschleppen lassen.

Mit der Vivo hat die Gemeinde die Verlegung schon besprochen. Um zu verhindern, dass an der neuen Müllsammelstelle unzulässiger Unrat abgelagert wird, habe das kommunale Abfallunternehmen Kameraüberwachung empfohlen. „Das wäre am Heizkraftwerk leicht umzusetzen“, erklärte Kämmerer Anton Kaunzner. „Wir bräuchten nur eine zusätzliche Kamera und ein Hinweisschild.“ Thurnhuber stellte klar: „Wir müssen den Fokus auf die Sicherheit legen.“

Der Kommandant der Warngauer Feuerwehr, Hans Eder, hofft, dass die brenzlige Lage nun entschärft wird. „Besser ist das auf jeden Fall“, sagt er auf Anfrage. Die neue Beschilderung sei bereits in die Wege geleitet: Die bisherigen Schilder bekommen einen Zusatz, dass das Halteverbot für die gesamte Fläche gilt, zwei zusätzliche Tafeln links und rechts vom Feuerwehrhaus kommen hinzu.

Die nominellen Parkplätze an der Rückseite des Altwirtsanwesens bleiben natürlich – aber Eder hofft, dass durch die neue Beschilderung nicht mehr in zweiter oder gar dritter Reihe weitergeparkt wird. Und falls doch, dass die Falschparker kostenpflichtig abgeschleppt werden und ein saftiges Bußgeld kassieren. „Die Leute meinen: Da kommt ihr doch leicht raus“, erklärt Eder. „Aber die Einsatzkräfte müssen ja auch irgendwo parken.“ Wenn der Alarm geht, sind schnell zehn, 20 Pkw der Ehrenamtlichen beisammen.

Eder hofft, dass die Sanktionen dauerhaft Wirkung zeigen. „Wenn das Geld nicht mehr fruchtet, weiß ich auch nicht weiter“, sagt der Kommandant, „aber ich glaube, dass das fruchten wird.“ Eine Schranke an der Zufahrt wäre jedenfalls für ihn nur das allerletzte Mittel.

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Katrin Hager

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