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Ausgedient: Das Lehrerhaus an der Holzkirchner Straße in Osterwarngau soll einem Wohnhaus weichen. 

Dank attraktiver Förderung

Gemeinde baut Wohnungen

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Die Gemeinde baut Wohnungen. In Osterwarngau soll ein Haus mit bis zu sechs Einheiten entstehen. 

Warngau – Der Bund hat die Fördertöpfe prall gefüllt, die Zeichen für kommunalen Wohnungsbau stehen günstig. Auch die Gemeinde Warngau wird auf den Zug aufspringen: In Osterwarngau soll an der Holzkirchner Straße ein Wohnhaus mit bis zu sechs Einheiten entstehen. Wie Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) auf Anfrage erklärte, wird dafür das alte Lehrerhaus abgerissen.

„Irgendwas musste mit dem Haus passieren“, sagt Thurnhuber. Lange Jahre hatte darin der betagte Warngauer Lehrer Franz Ebert gewohnt, ehe er im Vorjahr im stolzen Alter von 103 Jahren verstarb. Mittlerweile ist laut Bürgermeister auch der Mieter im Erdgeschoss ausgezogen. „Er hat die Zusage, eine Wohnung im Neubau mieten zu können.“

Ursprünglich habe die Gemeinde über eine Sanierung des alten Gemäuers nachgedacht, so Thurnhuber. „Aber das allein hätte bis zu 100 000 Euro verschlungen.“ So reifte der Plan, den Altbau wegzuräumen und einen Neubau aufzustellen – zumal der kommunale Wohnungsbau derzeit mit hohen Zuschüssen staatlich gefördert wird. „Die Fördermittel würden wir gerne mitnehmen“, sagt der Bürgermeister.

Ohne Eigenmittel geht es aber natürlich nicht: Im Haushalt 2017 und im Finanzplan 2018 genehmigte der Warngauer Gemeinderat insgesamt 800 000 Euro – eine stolze Summe und nach der Tieferlegung der B 318 die zweitgrößte Einzelinvestition dieser beiden Jahre. Da die Hauserbauernbrücke nach aktuellen Stand nicht gebaut wird (wir berichteten) und damit 600 000 Euro „frei werden“, sollte die Finanzierung des neuen Gemeindehauses kein allzu großes Risiko darstellen. Überdies fließen in absehbarer Zeit Mieten zurück.

Wie viele Wohnungen im Neubau untergebracht werden, ist noch nicht festgelegt. Vier bis sechs Einheiten sollen es werden, unter Umständen eher kleine Wohnungen. „Die Nachfrage ist da“, stellt Thurnhuber fest, „wir sollten uns auf den Weg machen.“ Auch wenn man Zuschüsse gern abgreife, so will der Bürgermeister darauf achten, dass das Rathaus auf jeden Fall freie Hand bei der Vergabe der Wohnungen behält. Aktuell verfügt die Gemeinde Warngau über acht Gemeindewohnungen. 

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