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Nach 20 Jahren ausgedient: Der Hartplatz an der Schul- und Breitensportanlage in Wall wird einem Kunstrasenplatz weichen.

An der Schul- und Breitensportanlage

Gras statt Gummi: Wall bekommt Kunstrasenplatz

  • Bastian Huber
    vonBastian Huber
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In  Grün statt Rot wird künftig die Fläche neben dem Waller Fußballplatz erstrahlen. Der Hartplatz wird mit einem Kunstrasenbelag überzogen. Und die Gemeinde spart dabei sogar noch Geld.

Wall – Der Hartplatz an der Schul- und Breitensportanlage in Wall liegt mehr oder weniger brach. Er wird kaum genutzt. Immer wieder bedecken Blätter von umstehenden Bäumen den Belag und sorgen so gerade bei feuchtem Wetter für Rutsch- und damit auch Verletzungsgefahr. Die Idee der Verantwortlichen beim Sportclub Wall: ein Kunstrasenplatz. Eine Lösung, mit der sich auch der Warngauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung geschlossen anfreunden konnte.

Überlegungen den Hartplatz durch einen Kunstrasen zu ersetzen, gibt es beim SC Wall schon länger. „Vor drei Jahren gab es den ersten Kontakt zur Gemeinde“, erzählt Vorsitzender Sepp Bernöcker auf Nachfrage unserer Zeitung. Allerdings war damals die Bindungsfrist an die Fördergelder, mit deren Hilfe die Anlage im Jahr 1997 erbaut worden war, noch nicht abgelaufen. Heißt: Bei einer Umnutzung hätte die Gemeinde die damals bewilligten Zuschüsse zurückzahlen müssen. Diese Frist ist im vergangenen Sommer verstrichen – der Weg ist frei.

Um den gegenwärtig nur sporadisch genutzten Hartplatz überhaupt nutzbar zu halten, wäre eine Erneuerung des Belags nötig. Kostenpunkt: rund 70 000 Euro. Der ideale Zeitpunkt also, den Kunstrasen im Gemeinderat zur Debatte zu stellen. Genau das hat der SC Wall nun getan – und zwar als kleine und als große Variante: Mit der kleinen – 42 auf 28 Meter zum Preis von 60 000 Euro – würde der Bestand an Hartplatz eins zu eins mit Kunstrasenbelag überzogen. Der großen – 42 auf 52 Meter zum Preis von 160 000 Euro – würden zudem die Weitsprung-Grube, ein Stück der Tartanbahn sowie ein kleiner Abschnitt Wald zum Opfer fallen.

Mit der zweiten Variante hätte wohl die Grundschule in Wall so ihre Probleme gehabt. „Wir brauchen einen Platz, wo wir den Sportunterricht gut durchführen können“, sagt Schulleiterin Teresa Meineke auf Nachfrage. Also Werfen, Laufen und Springen. Grundsätzliche Bedenken gegenüber der Kunstrasen-Lösung gibt es seitens der Schule aber nicht. „Da herrscht gegenseitiges Einvernehmen“, sagt Meineke.

Ebenso wie im Gemeinderat, der die kleinere Variante bevorzugte. „Wir sparen sogar noch Geld“, sagte etwa Zweiter Bürgermeister Jakob Weiland (CSU). Ein Problem mit der Beleuchtung sah Josef Gschwendtner (FWG), das Bernöcker aus dem Zuschauerraum aber relativierte: „Das Licht ist für den Trainingsbetrieb ausreichend“, erklärte er. Für den Herrenspielbetrieb, so der Vorsitzende auf Nachfrage, sei der Platz ohnehin zu klein. Die Spiele des Nachwuchses auf Kleinfeld fänden vornehmlich bei Tageslicht statt. „Ansonsten müssen wir mit unserem Elektriker reden“, sagt Bernöcker. Praktischerweise ein Sponsor des Vereins.

Bevor der Kunstrasen-Belag nun in die Ausschreibung geht, stehen Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) Absprachen mit Schule und Verein bezüglich der Linierung ins Haus. „Das nehmen wir dann genau in die Ausschreibung mit auf.“ Geht es nach ihm, soll die Umsetzung des Projekts bereits im April oder Mai 2018 starten – mit Fertigstellung im Herbst kommenden Jahres. Sehr zur Zufriedenheit des SC-Vorsitzenden Bernöcker: „Ich bin glücklich über die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinde.“

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