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Sollten Katzen in Warngau derzeit lieber nicht fressen: Mäuse.

Katzenhalter in Angst

Heimtückisches Gift: Drei Katzen sterben in Warngau, zwei sehr krank

Oberwarngau scheint derzeit ein lebensgefährliches Pflaster für Samtpfoten zu sein: Offenbar sind fünf Katzen vergiftet worden, drei starben. Es ist auch bekannt, an was.

Warngau – Wie am Rande der Warngauer Bürgerversammlung am Donnerstagabend bekannt wurde, sollen fünf Katzen in Oberwarngau vergiftet worden sein. Ob mutwillig oder versehentlich, ist völlig unklar. Drei Tiere starben am Mittwoch und Donnerstag, zwei weitere zeigten zumindest dieselben Symptome.

Rathaus-Mitarbeiterin Christine Fürst zählt selbst zu den Betroffenen. Am Donnerstagmorgen, als sie gerade in den Hühnerstall gehen wollte, fand sie eine ihrer beiden Katzen tot daliegen, ohne offenkundige Verletzungen. Das kam Fürst schon seltsam vor, weil die Katze noch am Abend davor putzmunter war. Richtig verdächtig wurde die Sache, als sie in der Arbeit im Rathaus war. Dort erhielt sie einen Anruf – von einer Bürgerin aus dem Kirchweg, die etwa 200 Meter von Fürst entfernt wohnt. Sie wollte die Gemeinde informieren, dass ihre beiden Katzen gestorben sind – und zwar erwiesenermaßen an Gift. Weil die Katzen seltsame Symptome zeigten und es ihnen die Beinchen wegzog, fuhr die Warngauerin am Mittwochabend mit ihnen nach Schliersee in die Tierklinik. „Eine der beiden Katzen hat sich dort erbrochen“, erklärt Fürst – heraus kam sogenannter Giftweizen.

Ob es Köder gab, ist völlig unklar. Dass die eher heikligen Stubentiger Giftweizenkörner, die mit Bitterstoffen versetzt sind, einfach so fressen, scheint unwahrscheinlich. Und Giftweizen darf auch nicht offen auf dem Boden ausgelegt werden. Aber möglicherweise haben die Katzen vergiftete und noch nicht verendete Mäuse gefangen – und mit ihnen das Gift aufgenommen.

Die beiden Katzen von Fürsts Nachbarin überlebten trotz Tierklinik nicht. Zwei weitere von einer Familie, die nahe der Kirche wohnt, zeigten dieselben Symptome. Ob sie auch starben, konnte Fürst gestern nicht sagen. Sie hat zwar nicht untersuchen lassen, ob ihr Kater sicher an Gift verendete, geht aber davon aus. „Er war ja gesund und noch nicht alt.“ Traurig war sein Tod vor allem für die Kinder. „Das war ein Drama, ihnen das beizubringen, denn das war eine richtige Kinder-Katze.“

Gerade um die Kinder macht sich Fürst auch die größten Sorgen – vor allem, falls es Köder gewesen sein sollten: „Mein Sohn ist zweieinhalb Jahre alt – wenn der so ein kleines Würstl findet, steckt der das doch in den Mund.“

Deshalb hat Bürgermeister Klaus Thurnhuber die Warnung in der Bürgerversammlung auch kundgetan – damit Katzenbesitzer und Eltern besonders vorsichtig sind. Fürst selbst lässt ihre zweite Katze derzeit lieber nicht raus.

Katrin Hager

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