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Großer Festzug: Den offiziellen Rahmen für die Feierlichkeiten zum 110-jährigen Bestehen legte die Feuerwehr Wall auf den Sonntag. Rund 350 Leute beteiligten sich, darunter sämtliche Waller Ortsvereine sowie Patenvereine aus der Umgebung, berichtet Vorstand Peter Schell.

Großer Festzug

110 Jahre Feuerwehr Wall: Eine Familie feiert

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Wall - Die Feuerwehr Wall hat ihr 110-Jähriges mit einem Festzug begangen. Am selben Wochenende richtete sie ihr Waldfest aus. 

Kleines Jubiläum – großes Fest: An zwei Tagen hat die Freiwillige Feuerwehr Wall nun ihr 110-jähriges Bestehen gefeiert. Mit insgesamt rund 800 Besuchern, wie Vorstand Peter Schell berichtet. Den großen Wurf gab es bereits 2006 beim 100-Jährigen, als auch die Festschrift heraus kam. Auf diese verzichtete der Verein heuer. „Trotzdem gab es genug Gründe zum Feiern“, sagt Schell.

Streng genommen fand am Samstag das Waldfest am Feuerwehrhaus statt, bereits zum dritten Mal. Weil dieses ebenfalls die Feuerwehr ausrichtet, organisierte man quasi „alles in einem Aufwasch“, erklärt Schell. Hier tummelten sich rund 450 Besucher. „Sogar einige Gäste von auswärts sind gekommen“, berichtet Schell. „Das hat uns besonders gefreut.“ Die Waller Blechmusik spielte auf, die Kinderplattlergruppe zeigte ihr Können auf der Bühne. „Es war ein ganz gemütliches Fest“, sagt der Vorstand.

Der offizielle Rahmen für das Jubiläum mit Gottesdienst und Festzug fand dann am Sonntag statt, mit rund 350 Leuten. Laut Schell nahmen sämtliche Waller Ortsvereine sowie Patenvereine aus der Umgebung teil. Die Heilige Messe hielt Pfarrer Gottfried Doll in der Pfarrkirche St. Margareth, die Waller Blechmusik sorgte für den musikalischen Rahmen. Am Altar thronte der Heilige Florian, der Schutzpatron der Feuerwehrler. „Es war sehr feierlich“, sagt Schell. Ein Hingucker: „Die Ministranten trugen alle die Feuerwehruniform.“ Anschließend versammelten sich alle am Kriegerdenkmal. Beim Ersten Weltkrieg verlor die Feuerwehr zwölf Mitglieder, beim Zweiten 48 Männer. Am Ende bewegte sich der Festzug zum Waldfestplatz. Schell, Zweiter Bürgermeister Jakob Weiland und Kreisbrandrat Anton Riblinger hielte kleine Ansprachen, um die Feuerwehr zu würdigen. Aktuell zählt der Verein gut 320 Mitglieder, davon circa 50 Aktive. Frauen gibt es nicht. „Noch nicht“, wie Schell betont. Im Schnitt rücke die Waller Feuerwehr zu gut 30 bis 35 Einsätze im Jahr aus.

Beim Auf- und Abbauen des Festes halfen viele Mitglieder mit. In der „Feuerwehr-Familie“ da helfe man sich eben, sagt Schell. „Das ist beeindruckend.“ Derweil legt die Feuerwehr eine Feierpause ein. Das nächste große Fest soll es zum 125-Jährigen geben.

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