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So sieht die Vision bisher aus: Der Dorfweiher in Reitham und sein Umgriff sollen ein neues Gesicht bekommen. 

Gemeinde bekommt Förderbescheid für Umgestaltung in Reitham

Kleines Orts-Paradies Reitham: Jetzt gibt‘s Fördergelder

Warngau bekommt für die Dorfplatzgestaltung am Reithamer Weiher satt Fördergelder. Bürgermeister Klaus Thurnhuber freut sich und weiß auch schon, wann es endlich losgeht. 

Das Christkindl meint es gut mit den Plänen der Gemeinde: 96 000 Euro beschert es der Kommune für die Umgestaltung am Dorfweiher in Reitham. Das Geld stammt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Warngau hatte sich mit dem Projekt beim Amt für Ländliche Entwicklung beworben (wir berichteten). In der aktuellen zweiten Förderrunde kamen in Oberbayern insgesamt zehn Gemeinden zum Zug, bayernweit 55. „Die Gemeinden können ihre Projekte jetzt rasch umsetzen“, teilt Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mit.

Der Reithamer Weiher muss ohnehin saniert werden: Weil er bisher nur über eine alte Trinkwasserleitung mangelhaft gespeist wird, dafür aber Oberflächenwasser von der Straße ungefiltert hineinläuft, hat sich das kleine Gewässer zu einem dreckigen, schlammigen Loch entwickelt, das weder Fischen einen Lebensraum noch Anwohnern Aufenthaltsqualität bietet. 

Eine Arbeitsgruppe mit Reithamer Bürgern und Gemeinde-Mitarbeiterin Cindy Scharein nahm das zum Anlass, gemeinsam mit dem Planungsbüro Huber gleich einen größeren Wurf zu planen: Der Dorfweiher soll zum attraktiven Treffpunkt werden, soll, zum Verweilen einladen und vielleicht sogar Badequalität bekommen. In Abstimmung mit dem ALE wurde ein Plan entworfen: Ein kleiner Spazierweg rund um den Weiher soll aus allen Richtungen des Dorfs Zugang bieten, es werden Bäume gepflanzt und Bänke aufgestellt. An der Nordseite soll eine Liegewiese entstehen, an der Ostseite ein Steg. Am Reithamer Weiherhäusl soll die Holzterrasse zum Weiher hin erweitert werden. Außerdem soll mit der Umgestaltung eine Verkehrsberuhigung einhergehen.

Die Kosten schätzt die Gemeinde derzeit auf knapp 230 000 Euro brutto. Durch das Förderprogramm werden rund 55 Prozent der geschätzten Nettokosten gedeckt. „Da sind wir gut dabei“, meint Thurnhuber.

Nachdem die Förderzusage nun vorliegt, kann die Planung ins Detail gehen. „Die Dorfgemeinschaft wird dabei wieder eingebunden“, versichert Thurnhuber. „Schließlich ist es der Dorfplatz der Reithamer, nicht der der Gemeinde Warngau.“ Die Reithamer Dorfgemeinschaft habe sich auch bereit erklärt, die Anlage zu pflegen und sich schon beim Bau mit Arbeitsleistungen einzubringen. Das habe auch beim ALE Eindruck hinterlassen, meint Thurnhuber. In welchem Rahmen das möglich ist, muss allerdings erst noch geklärt werden. Die Ausführungsplanung steht noch aus. Danach müssten die erforderlichen Arbeiten ausgeschrieben werden. Der Bürgermeister hofft, dass die Umgestaltung 2017 beginnen kann. „Ob sie da auch fertig wird, kann man noch nicht sagen.“ Große Veränderungen an den Plänen wird es wohl eher nicht mehr geben, um die Fördermittel nicht zu riskieren: „Da gibt es strenge Richtlinien, die wir einhalten müssen“, so Thurnhuber. 

Katrin Hager

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