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Großbaustelle: Seit August 2016 wird in Warngau gegraben und gebaut. Zwei Jahre später soll die Baustelle wieder verschwunden sein. In zehn Wochen soll der Verkehr auf die Bundesstraße umgelegt werden.

Neuer Zeitplan für B 318 in Warngau

Licht am Ende des Tunnels

Wann wird die Tieferlegung in Warngau endlich fertig? Bürgermeister Klaus Thurnhuber nutzte die Bürgerversammlung, um das Licht am Ende des Tunnels anzuknipsen: In zehn Wochen soll der Verkehr auf der B 318 durch die Unterführung fließen.

Warngau– Seit August 2016 ist die B 318 in Warngau eine Baustelle. Nach dem jahrzehntelangen Ringen um das Projekt stellten Verzögerungen beim Bau der Tieferlegung die Geduld der Warngauer auf die Probe. Ursprünglich war die Verkehrsfreigabe für September 2017 geplant. Doch dieser Zeitplan fiel im wahrsten Sinne ins Wasser: Weil Gutachter und Fachplaner entgegen den Erfahrungen der Warngauer selbst mit dem regelmäßig überfluteten Mausloch nicht davon ausgingen, dass die Entwässerung knifflig werden könnte, stand die Baustelle unter Wasser – die Planung musste nachgebessert werden, was Monate kostete (wir berichteten).

Statt zwei Sickerschächten und nur einer kleinen Sickermulde aus Kies (Rigole) schlucken nun insgesamt vier große Rigolen beiderseits der Fahrbahn das Regenwasser – jeweils 60 Meter lang, zwei Meter breit und fünf Meter tief, berichtet Thurnhuber. Die Entwässerung für die Zufahrtsrampen, mit denen die Bundesstraße an die Kreisstraße (Taubenberg- und Bahnhofstraße) angebunden wird, soll anders als ursprünglich geplant nicht über die Bundesstraße mitversickert werden, sondern separat. Wie genau, stehe noch nicht ganz fest, hat Thurnhuber bei Baustellenbesprechungen in Erfahrung gebracht. Möglicherweise gebe es dafür noch einen Wässerungsversuch. Der 79 Meter lange Tunnel selbst indes ist weitgehend fertig. Die Schallschutzplatten sind montiert, die Beleuchtung, auf die der Bund bestand, muss noch installiert werden.

Bis 27. Mai sollen die Arbeiten am Entwässerungssystem nach aktuellem Zeitplan abgeschlossen sein, gab Thurnhuber in der Bürgerversammlung bekannt. Auch die Planierarbeiten am Straßenunterbau sollen bis dahin beendet sein. Von 28. Mai bis 18. Juni soll die Fahrbahn asphaltiert werden. Im Anschluss sind bis 5. Juli die Humusarbeiten vorgesehen. Am Freitag, 6. Juli, soll die abgesenkte B 318 für den Verkehr freigegeben werden. Dann stehen noch der Bau der Entwässerung für die Zufahrtsrampen und der Rückbau der Behelfsfahrbahn aus, die bis 18. Juli vorgesehen sind. Die Asphaltierungsarbeiten für den Anschluss der Grünbrücke an die Bundesstraße erfolgt voraussichtlich in der Woche bis 24. Juli, ehe bis 14. August kleinere Restarbeiten erledigt werden sollen. Bis 21. August soll die Baustelle geräumt sein – und das Kapitel geschlossen. „Das ist der Bauzeitenplan, bestätigt vom Innenministerium“, so Thurnhuber, der allerdings gleich skeptisch hinterherschob: „Das heißt nix, wir hatten bisher ja auch immer einen Zeitplan.“

Der Rathauschef ist froh, dass die Tage der Großbaustelle gezählt sind. „Wichtig war, dass wir noch im Dezember die Überfahrt hinbekommen haben“, sagt Thurnhuber. Damit fiel zumindest die lästige weiträumige Umfahrung für die Anlieger auf der Ostseite der Bundesstraße weg. Die Warngauer hätten die Baustelle zwar tapfer und weitgehend klaglos ertragen. Aber: „Die Leute haben lang genug gewartet.“

Katrin Hager

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