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Erste Reihe: Lorenz Rinshofer (r.) steht neben Bundespräsident Joachim Gauck (l.), als dieser einmarschiert.

Auge in Auge mit dem Bundespräsidenten

Lorenz Rinshofer bei Bürgerfest auf Schloss Bellevue

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Warngau/Berlin - Kreisrat und Gemeinderat Lorenz Rinshofer aus Warngau war beim Bürgerfest des Bundespräsidenten im Park und Schloss Bellevue in Berlin. Mit den Grünen hatte er auch ein kleines Stelldichein. 

Um Punkt 17 Uhr marschiert er ein: Bundespräsident Joachim Gauck höchstpersönlich. Daneben steht – auf Anraten von Anton Hötzelsperger vom Bayerischen Trachtenverband geschickt platziert – Lorenz Rinshofer. Das Staatsoberhaupt geht hautnah an dem Mann mit der grauen Trachtenjoppe und dem Scheibling, aus dem ein mächtiger Gamsbart ragt, vorbei. „Die Hand geschüttelt oder mit ihm geredet habe ich nicht“, sagt Rinshofer. So weit sei es leider nicht gekommen – auch wenn er da als Kommunalpolitiker daheim was zu Erzählen gehabt hätte.

Der Warngauer und dessen Frau Annelies (2.v.l.) mit den Grünen-Politikerinnen Katrin Göring-Eckardt (2.v.r.) und Renate Künast (3.v.r.). Das Foto schickte er auch an Landrat Wolfgang Rzehak.

Der 61-jährige Kreisrat und Gemeinderat (Bayernpartei) aus Warngau war bei Gaucks Bürgerfest in Berlin zu Gast. Gauck hatte am Freitag rund 5000 Gäste in den Park und das Schloss Bellevue eingeladen, die ein Ehrenamt in herausragender Weise mit Leben füllen. Rinshofer, der Zweiter Gauvorstand des Oberlandler Gauverbands mit Sitz in Miesbach und schon seit seiner Kindheit als Trachtler aktiv ist, war dem Ruf des Bundespräsidenten gefolgt (wir berichteten). Am zweiten Samstag waren alle Bürger zum „Tag des offenen Schlosses“ willkommen. „Es war ein tolles Erlebnis, das man mal erlebt haben muss“, findet Rinshofer.

Am Donnerstag startete die Reise, Rinshofer und seine Frau Annelies stiegen in Irschenberg in den Postbus ein. „Als Trachtler wird man in Berlin überall angeschaut.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel hat er auf dem Bürgerfest zwar nicht gesehen, dafür liefen ihm andere Polit-Promis im Schlossgarten über den Weg. Etwa Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, sowie deren Vorgängerin Renate Künast, die früher mal Landwirtschaftsministerin war. „Die sind auf uns zugekommen, weil sie die Miesbacher Tracht erkannt haben“, meint Rinshofer. „Uns sie haben gewusst, dass wir im Landkreis Miesbach einen Grünen Landrat haben.“ Rinshofer ließ ein Foto von sich und den beiden Politikerinnen machen und schickte es bereits Landrat Wolfgang Rzehak zu. Quasi als Hinweis, „dass wir schon auch mit den Grünen können“, sagt er und lacht.

Rinshofer kam sogar ins Fernsehen, der TV-Sender von Radio Berlin Brandenburg (RBB) bat ihn zum Live-Interview. Am heutigen Montag wird er im neuen Digitalradiosender BR-Heimat interviewt, die Sendung „Habe die Ehre“ startet um 10 Uhr.

Bei Gauck hat Rinshofer übrigens „eine neue Leichtigkeit im Umgang mit den Menschen“ festgestellt. Spätabends leuchtete „ein gigantisches Feuerwerk“ am Himmel. Sehr schön, sagt Rinshofer. Trotzdem fragt er sich, was das wohl gekostet habe und ob der Steuerzahler da wieder kräftig investieren musste.

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