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Die Granate wurde gesprengt.
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In dieser Baugrube am Bajuwarenring in Warngau wurde die Granate ausgebuddelt. 
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Nach dem Fund beratschlagen die Einsatzkräfte das weitere vorgehen.
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In der Nähe des Fundorts wurde eine Einsatzzentrale eingerichtet. 

Feuerwehren im Einsatz

Nach Fund bei Bauarbeiten: Panzerfaustkopf gesprengt - Einsatz beendet

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Bei Bauarbeiten ist in Warngau am Dienstagnachmittag ein Panzerfaustkopf ausgegraben worden. Mittlerweile wurde sie erfolgreich gesprengt. Der Nachmittag im Überblick.

Update, Dienstag, 6. November, 18.49 Uhr:

Warngau - Als der Baggerfahrer gestern gegen 15 Uhr in der Baugrube auf die Panzerfaust-Sprenggranate stieß, ging alles ganz schnell. Die alarmierten Polizeibeamten schickten Fotos vom Fund an den Kampfmittelräumdienst. Die Experten ordneten umgehend eine Sprengung an Ort und Stelle an, inmitten der Siedlung am Bajuwarenweg. Denn die auf den ersten Blick recht unscheinbare Granate war mit ihren 30 Zentimetern Länge zwar nicht allzu groß, jedoch gefüllt mit etwa 1,5 Kilogramm Sprengstoff. 

Die Vorbereitungen für die Sprengung liefen unmittelbar an. Am Bajuwarenweg wurde eine mobile Einsatzzentrale eingerichtet, die die Kräfte von Polizei, Rettungsdienst und vom Technischen Hilfswerk Miesbach sowie Mitarbeiter des Fachbereichs „Öffentliche Sicherheit“ am Landratsamt bezogen. Kreisbrandrat Anton Riblinger übernahm die Einsatzleitung. Derweil begannen die Freiwilligen Feuerwehren aus Warngau, Wall, Holzkirchen und Hartpenning damit, die umliegenden Wohnhäuser zu evakuieren, zehn an der Zahl. Die 30 Bewohner waren rasch in Sicherheit. „Zum Glück waren am Nachmittag nicht allzu viele Leute daheim“, sagte Sophie Stadler, Pressesprecherin des Landratsamts. 

Für die Sprengung hatte der Kampfmittelräumdienst einen Wassertank, gefüllt mit 1000 Litern, über dem Sprengkopf platziert, der die Druckwelle der Explosion dämmen sollte. Die Fenster der umliegenden Häuser wurden zusätzlich mit Holz verkleidet, damit sie keinen Schaden nehmen. Bevor die Granate gesprengt werden konnte, kontrollierten die Einsatzkräfte der Feuerwehr nochmals, ob tatsächlich alle Häuser geräumt waren. Waren sie. 

Dann der ohrenbetäubende Knall, der Boden bebte. Um 16.15 Uhr, keine zwei Stunden nach dem Fund, hatte der Sprengmeister das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Was blieb, war der zerfetzte Wasserbehälter und dessen Stahlrahmen, der zerbeult einige Meter weiter in der Baugrube lag. „Es ist, Gott sei dank, alles gut gegangen“, sagte Landratsamt-Sprecherin Stadler. 

Während die gut 100 Einsatzkräfte nach und nach abrückten, konnten die Bewohner zurück in ihre Häuser. Sie hatten die Sprengung aus sicherer Entfernung gespannt verfolgt

Update, Dienstag, 6. November, 16.25 Uhr:

Das ging flott: Die Granate wurde in der Baugrube gesprengt.

Der ursprüngliche Artikel vom Dienstag, 6. November:

Warngau - Bei Bauarbeiten am Bajuwarenweg in Warngau hat ein Bagger den Sprengkopf einer Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg ausgegraben. Der Kampfmittelräumdienst, der nach dem Fund am Dienstagnachmittag angefordert worden war, hat eine Sprengung vor Ort in der Baugrube angeordnet. Die Vorbereitungen dafür laufen.

Wie Landratsamt-Pressesprecherin Sophie Stadler mitteilt, sind bereits zehn Wohnhäuser rund um den Fundort evakuiert worden. Alle Anwohner seien in Sicherheit. „Zum Glück waren am Nachmittag nicht allzu viele Leute daheim“, sagt Stadler. Der Kampfmittelräumdienst platzierte derweil einen Wasserbehälter oberhalb der Granate, der die Druckwellen der Explosion dämmen soll. Auch die Fenster der umliegenden Häuser wurden zusätzlich gesichert. Bevor die Granate gesprengt wird, kontrollieren die Einsatzkräfte der Feuerwehr nochmals, ob auch alle Häuser leer sind. „Wir hoffen, dass wir die Sprengung in den frühen Abendstunden über die Bühne gebracht haben“, sagt Stadler.

Im Einsatz sind neben Polizei und BRK die Freiwilligen Feuerwehren aus Warngau, Wall, Holzkirchen, und Hartpenning und Mitarbeiter des Fachbereichs „Öffentliche Sicherheit“ am Landratsamt Miesbach. Die Einsatzleitung hat Kreisbrandrat Anton Riblinger.

Lesen Sie auch: Voriges wurde in Oberlaindern bei Bauarbeiten an der neuen Produktionshalle der Firma OPED eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

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