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Die neuen Kreisbäuerinnen und der neue Stellvertreter der Ortsobmänner: (v.l.) Marlene Hupfauer, Peter Weiß und Sylvia Bachmair

Neuwahlen beim Bayerischen Bauernverband 

Die neuen Anführer der Landwirte im Landkreis

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Die Landwirte im Landkreis Miesbach haben neue Anführer: Die Landfrauen wählten Marlene Hupfauer und Sylvia Bachmair. Johann Hacklinger wird künftig von Peter Weiß unterstützt.

Wall– „I sog heit no nix.“ Marlene Hupfauer (46) setzte sich schnell wieder hin. Die Bäuerin aus Osterwarngau wurde am Freitag zur neuen Kreisbäuerin ernannt. Das Wort überließ sie im Gasthof Mehringer in Wall – wo sowohl die Ortsbäuerinnen als auch die Ortsobmänner des Bayerischen Bauernverbands aus dem Kreis Miesbach wählten – noch ihrer Vorgängerin Katharina Klaus und der bisherigen Stellvertreterin Maria Dießl. Die Wahl musste Hupfauer erst einmal verdauen. Das Amt ereilte sie ebenso überraschend wie Sylvia Bachmair (37), die neue Stellvertreterin ist.

Hupfauer, die einen Biobetrieb mit Grünland und Milchvieh in Osterwarngau hat, ist den Bäuerinnen im Landkreis nicht fremd. Gemeinsam mit Bachmair saß die Warngauer Ortsbäuerin schon fünf Jahre im Kreisausschuss, zudem ist sie Gemeinderätin. Das Zepter der Ortsbäuerinnen zu übernehmen, sei allerdings „nicht auf dem Plan für die nächsten fünf Jahre gestanden.“ Es war aber der gemeinsame Wunsch der Ortsbäuerinnen. Also nahm sie das Amt an. Ihre neue Stellvertreterin hat eine Pferdezucht in Rottach-Egern. „Das ergänzt sich gut“, sagt Hupfauer. Noch müssen sich die beiden erst in ihre neuen Rollen einarbeiten. Ein Thema liegt ihnen aber besonders am Herzen: den Kontakt zu den Verbrauchern zu verbessern. „Wir müssen da die jungen Bäuerinnen ansprechen und sie mit einbinden“, sagt Bachmair.

Ihr männliches Pendant stößt da ins gleiche Horn. Peter Weiß (43) ist ab sofort der Stellvertreter des wiedergewählten Kreisobmanns Johann Hacklinger. Weiß sagt: „Wir müssen der Bevölkerung die Landwirtschaft wieder näher bringen.“ Das sei schwierig, aber irgendwie werde es funktionieren. Auch für Weiß war die Wahl eine Überraschung – er war als einziger Kandidat vorgeschlagen und dann einstimmig gewählt worden. „Ich muss mich jetzt erst einmal einarbeiten“, sagt der bisherige Schlierseer Ortsobmann, der einen Betrieb mit Milchvieh und Grünland bewirtschaftet. Er hat für die Einarbeitung mit Hacklinger einen erfahrenen Kreisobmann an seiner Seite. Aber auch Hupfauer und Bachmair sind sicher, dass sie auf die Hilfe ihrer Vorgängerinnen zählen können.

nip

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