Fäkalkeime im Osterwarngauer Netz

Abkoch-Anordnung aufgehoben - Trinkwasser wird weiter gechlort

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Leichtes Aufatmen in Osterwarngau: Die Abkoch-Anordnung für das Trinkwasser ist mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Die Chlorung des Wassernetzes läuft aber trotzdem weiter.

Update, 14. September:

Osterwarngau - Vorsichtige Entwarnung für alle Haushalte, die ihr Trinkwasser von der Wasserversorgung Osterwarngau eG beziehen: Die Abkoch-Anordnung des Landratsamtes ist aufgehoben. Das teilte Karl Betzinger, Vorsitzender der Wasserversorgung, am Freitag mit. Nachdem in einem Hochbehälter aber noch coliforme Keime nachgewiesen wurden, laufe die vor zwei Wochen angeordnete Chlorung weiter. Der Behälter werde zudem desinfiziert. Die gute Nachricht für die 250 betroffenen Haushalte in Osterwarngau, Draxlham, Thann und Lochham: „Im Leitungssystem haben wir keine Keime mehr gefunden“, sagt Betzinger.

Der ursprüngliche Artikel vom 4. September:

Osterwarngau – Die Maßnahme war vom Landratsamt angeordnet worden, weil Ende August bei Routine-Beprobungen Fäkalkeime im Leitungsnetz nachgewiesen worden waren.

Nach wie vor gilt für die 250 betroffenen Haushalte in Osterwarngau, Draxlham, Thann und Lochham auch eine Abkoch-Anordnung. Erst wenn im Leitungsnetz eine bestimmte Konzentration an Chlor zirkuliert, wird das Landratsamt diese Anordnung aufheben. „Ich gehe davon aus, dass das am Freitag der Fall sein wird“, glaubt Betzinger.

Die Chlorung läuft in kleiner Dosierung, sollte aber reichen, um mögliche Fäkalkeime (E. coli oder coliforme Keime) unschädlich zu machen und auszuspülen. Betzinger rechnet damit, dass die Maßnahme zwei Wochen läuft. Drei saubere Proben hintereinander müssen vorliegen, ehe das Landratsamt die Chlorungs-Verfügung aufhebt.

Wie die Keime ins Netz gelangten, ist allen Beteiligten nach wie vor ein Rätsel. Schadhafte Hausleitungen in Draxlham, wie ursprünglich vermutet, erwiesen sich als falsche Spur. Vorsorglich ließ die Genossenschaft jetzt die Hochbehälter und die Quellbehälter reinigen und desinfizieren. 

„Wir machen alles, was in unserer Macht steht“, versichert Betzinger. Bei ihm und anderen Vorstandsmitgliedern steht das Telefon nicht mehr still. „Die Leute wollen wissen, was da los ist“, sagt Betzinger, „kann man ja verstehen.“

Die dauernden Proben und Reinigungen gehen langsam ins Geld. Laut Betzinger summierten sich die Ausgaben bis dato auf rund 10 000 Euro. Eine einzige Probe koste 400 Euro.

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